Der deutsche Aktienmarkt nahm sich am Donnerstag eine Auszeit von der jüngsten Rally. Der DAX schloss 0,18 Prozent tiefer bei 13.441 Punkten. MDAX und TecDAX büßten 0,11 und 0,46 Prozent ein. Unter den im HDAX versammelten 110 größten Werten gab es 48 Gewinner (44%) und 60 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 71 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 96,9 Millionen Aktien (Vortag: 128,4) im Wert von 3,93 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,89). Stärkste Sektoren waren Banken (+2,57%), Einzelhandel (+0,60%) und Telekommunikation (+0,46%). Am deutlichsten verloren Technologiewerte (-1,66%), Softwaretitel (-1,60%) und Pharma & Healthcare (-0,79%). Den Spitzenplatz im DAX belegte die Aktie der Deutschen Bank ohne Nachrichten mit einem Plus von 3,28 Prozent. Commerzbank und Vonovia rückten dahinter um 0,79 und 0,75 Prozent vor. Infineon verlor am Indexende 2,12 Prozent. Fresenius SE notierte nach Quartalszahlen 1,92 Prozent tiefer. ProSiebenSat.1 verbilligte sich um 1,66 Prozent. Im MDAX haussierte die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank um 5,19 Prozent. Evotec sprang im TecDAX nach einer positiven Analysteneinschätzung um 12,63 Prozent. Pfeiffer Vacuum überzeugte mit Quartalszahlen und legte um 8,49 Prozent zu. Drägerwerk gab nach enttäuschenden Zahlen 5,17 Prozent nach.
Wie zuletzt von Beobachtern erwartet, nominierte US-Präsident Donald Trump den Fed-Gouverneur Jerome Powell zum Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen, deren Amtszeit im Februar endet. Von den Republikanern veröffentlichte Steuerpläne wurden mit Skepsis aufgenommen. An der Wall Street endeten die Indizes uneinheitlich. Der Dow gewann 0,34 Prozent auf ein Rekordhoch bei 23.516 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,19 Prozent nach unten auf 6.236 Zähler. An der NYSE verbuchten 48 Prozent der Werte Kursverluste und 47 Prozent Kursgewinne. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 58 Prozent. 155 neuen 52-Wochen-Hochs standen 92 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Finanzen und Immobilien. Am deutlichsten verloren Consumer Discretionary und Rohstoffe. Nach US-Börsenschluss berichtete Apple über das abgelaufene Quartal und konnte dabei überzeugen. Im nachbörslichen Handel sprang das Papier rund 3,1 Prozent nach oben. Starbucks verlor ebenfalls nach Zahlen nachbörslich 3,1 Prozent.
Am Devisenmarkt verbuchte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Pfund Sterling Kursverluste. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,06 Prozent schwächer bei 94,68 Punkten. EUR/USD legte um 0,37 Prozent auf 1,1661 USD zu. Im Fokus der Devisenhändler stand das Pfund Sterling, das zu allen anderen Majors kräftig abwertete. Zwar hatte die Bank of England wie allgemein erwartet erstmals seit rund zehn Jahren ihren Leitzins erhöht, doch gab sie keine konkreten Hinweise auf weitere Anhebungen. Vielmehr betonte Notenbankchef Mark Carney die durch den Brexit entstehenden Risiken.
Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,19 Prozent auf 415,96 Punkte zu. Brent-Öl notierte 0,35 Prozent höher bei 60,70 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 1,83 Prozent auf 2,95 USD. Comex-Kupfer verlor 0,13 Prozent auf 3,14 USD. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.277 USD (1.095 EUR). Silber, Platin und Palladium verbilligten sich zwischen 0,30 und 0,99 Prozent.
Am Rentenmarkt notierte die Umlaufrendite zwei Basispunkte höher bei 0,21 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf 0,37 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines Wochentiefs 0,09 Prozent höher bei 162,63 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um zwei Basispunkte auf 2,35 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index ex Japan notierte 0,11 Prozent höher bei 556,71 Punkten. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen.
Heute richtet sich der Fokus auf die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Oktober. Die Konsensschätzung lautet auf einen Anstieg der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 315.000. Im Vormonat hatten die Hurrikans zu einem Rückgang der Jobs um 33.000 geführt. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von Societe Generale, Evonik Industries, Air-France-KLM, Gea Group, Dic Asset, Erste Group Bank und Repsol. Daneben findet die Erstnotiz von Befesa im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse statt.
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