30.10.17, 08:01

Tech-Aktien geben Nasdaq 100 Auftrieb

Weiter angetrieben von den taubenhaften EZB-Beschlüssen des Vortages sowie von einem schwachen Euro blieb der deutsche Aktienmarkt auch zum Wochenausklang im Rallymodus. Der DAX schloss 0,64 Prozent fester auf einem neuen Rekordhoch bei 13.218 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,74 beziehungsweise 1,43 Prozent. Unter den im HDAX versammelten 110 größten Werten gab es 76 Gewinner (69%) und 34 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 60 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 106,9 Millionen Aktien (Vortag: 113,6) im Wert von 4,85 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,33). Stärkste Sektoren waren Automobile (+1,86%), Industrie (+1,40%) und Software (+1,11%). Am deutlichsten abwärts ging es mit Banken (-1,53%), Transportwerten (-0,57%) und Versicherungen (-0,49%). Die Volkswagen-Aktie belegte nach starken Quartalszahlen die DAX-Spitze mit plus 4,46 Prozent. Linde legte nach Zahlen im Rahmen der Erwartungen um 2,99 Prozent zu. Getrieben wurde das Plus vor allem von der Spekulation auf ein Gelingen der Fusion mit Praxair, nachdem bereits fast 68 Prozent der Aktionäre dem Umtausch zugestimmt haben. Siemens notierte nachrichtenlos 2,20 Prozent fester. Commerzbank und Deutsche Bank verloren am anderen Indexende 1,69 und 1,66 Prozent. Hier belasteten die sinkenden Zinsen am langen Ende. Die Aktie der Deutschen Börse büßte nach einer Berg- und Talfahrt 1,18 Prozent ein. Anleger reagierten enttäuscht darauf, dass der Börsenbetreiber noch nicht mit seinem Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 200 Millionen Euro begonnen hat. Im TecDAX stand die Aixtron-Aktie mit einem Kurssprung von 11,49 Prozent im Fokus. Sie reagierte mit einem Tag Verzögerung auf die am Vortag veröffentlichten Geschäftszahlen.

An der Wall Street dominierten ebenfalls die grünen Vorzeichen. Der Dow Jones Industrial notierte zum Schluss 0,14 Prozent höher bei 23.434 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 sprang angetrieben von positiven Quartalszahlen von Intel, Amazon, Microsoft und Alphabet um 2,90 Prozent nach oben auf ein Allzeithoch bei 6.213 Zählern. 59 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 56 Prozent. 181 neuen 52-Wochen-Hochs standen 79 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Technologie und Hersteller zyklischer Konsumwerte (Consumer Discretionary). Die deutlichsten Abschläge verbuchten Hersteller nicht-zyklischer Konsumwerte (Consumer Staples) und Rohstoffwerte.

Am Devisenmarkt endete der Dollar-Index nach zwischenzeitlich deutlicheren Kursgewinnen noch 0,05 Prozent höher auf einem 3-Monats-Hoch bei 94,80 Punkten. Der Euro verzeichnete deutliche Verluste gegenüber allen anderen Hauptwährungen. Hier belastete die Zuspitzung der Lage in der Katalonien-Krise. Daneben wirkte die EZB-Sitzung vom Vortag nach. EUR/USD fiel 0,38 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 1,1606 USD. Stark gesucht waren der Kanada-Dollar sowie der Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte um 0,85 Prozent auf 412,03 Punkte zu und erreichte damit ein 2-Jahres-Hoch. Brent-Öl verteuerte sich mit der Erwartung einer Verlängerung der regulär im März endenden Vereinbarung von OPEC und Co zur Produktionskürzung um 1,85 Prozent auf ebenfalls ein 2-Jahres-Hoch bei 60,13 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 2,85 Prozent auf 2,96 USD ab. Comex-Kupfer verbilligte sich um 2,33 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 3,10 USD. Gold handelte 0,17 Prozent fester bei 1.272 USD (1.097 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren hingegen zwischen 0,35 und 1,02 Prozent.

Am Rentenmarkt sahen die Staatsanleihen den zweiten Tag in Folge deutliche Kursgewinne. Die Renditen standen entsprechend unter Druck. Stützend wirkten die Zuspitzung der Lage in der Katalonien-Krise sowie die Spekulation auf die Wahl des taubenhaften Jerome Powell zum nächsten Fed-Vorsitzenden. Die Umlaufrendite gab um fünf Basispunkte auf 0,22 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete drei Basispunkte tiefer bei 0,39 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,42 Prozent höher auf einem Wochenhoch bei 162,37 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte vier Basispunkte tiefer bei 2,42 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,34 Prozent auf 167,91 Punkte. Gegen den Trend orientierten sich die chinesischen Aktien südwärts. Der Shanghai Composite verlor rund 0,7 Prozent. Die Einzelhandelsumsätze in Japan kletterten im September um 2,2 Prozent auf Jahressicht (Konsensschätzung: +2,5%). Der Nikkei 225 notierte rund 0,2 Prozent schwächer.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf den deutschen Einzelhandelsumsatz, die deutschen Verbraucherpreise, die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone und die persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von HSBC Holdings, Rational, Hypoport und RIB Software. Nach US-Börsenschluss veröffentlicht Mondelez die Zahlen. Mynaric feiert die Erstnotiz im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse.

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