27.10.17, 08:43

Marktüberblick: Euro nach EZB-Sitzung unter Druck

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigten sich am Donnerstag in Kauflaune. Beflügelt von einer taubenhaften EZB und einem deswegen schwachen Euro schloss der DAX 1,38 Prozent fester auf einem neuen Rekordhoch bei 13.133 Punkten. MDAX und TecDAX haussierten um 1,93 und 0,86 Prozent. Wie von den meisten Analysten erwartet, kündigte die EZB die Drosselung der Anleihekäufe ab Januar 2018 von derzeit 60 Milliarden EUR monatlich auf 30 Milliarden EUR monatlich an. Die Käufe sollen zunächst bis September 2018 fortgesetzt werden. Unter den 110 größten Aktien gab es 95 Gewinner (86%) und 15 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 64 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 113,6 Millionen Aktien (Vortag: 95,4) im Wert von 4,73 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,14). Stärkste Sektoren waren Konsum (+3,05%), Versicherungen (+2,59%) und Transport (+2,32%). Lediglich der Bankensektor verzeichnete ein Minus (-0,68%). An der DAX-Spitze sprang die Beiersdorf-Aktie nach positiven Geschäftszahlen um 6,02 Prozent. Munich Re verteuerte sich nach Zahlen um 4,21 Prozent. Henkel legte um 3,96 Prozent zu. Bayer verlor als Schlusslicht im Index nach dem Quartalsausweis 1,74 Prozent. Deutsche Bank und Commerzbank notierten 0,92 und 0,61 Prozent tiefer.

An der Wall Street schloss der Dow 0,30 Prozent höher bei 23.401 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,28 Prozent auf 6.038 Zähler. 50 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen, während 45 Prozent Verluste verbuchten. Das Aufwärtsvolumen lag bei 51 Prozent. 187 neuen 52-Wochen-Hochs standen 83 neue Tiefs gegenüber. Bis auf Healthcare und Immobilien verzeichneten alle Sektoren Zugewinne. Besonders kräftig nach oben ging es mit den Rohstoffwerten sowie den Finanzwerten. Nach Handelsschluss richtete sich das Augenmerk auf mehrere Quartalszahlen aus dem Tech-Sektor. Diese konnten durch die Bank überzeugen. Im nachbörslichen Handel haussierten daher Amazon um rund 8 Prozent, Intel um rund 2,4 Prozent, Microsoft um rund 4,4 Prozent und Alphabet um rund 3,2 Prozent.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des New Yorker Handels um 1,19 Prozent auf ein 3-Monats-Hoch bei 94,70 Punkten und schloss damit eine mittelfristige charttechnische Bodenbildung ab. Der Euro büßte in Reaktion auf die EZB-Entscheidung gegenüber allen anderen Majors deutlich an Wert ein. EUR/USD fiel um 1,40 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 1,1647 USD und komplettierte damit eine mittelfristige Top-Bildung.

Der S&P GSCI Rohstoffindex kletterte trotz des festen US-Dollars um 0,52 Prozent auf ein 8-Monats-Hoch bei 408,54 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,59 Prozent auf 59,37 USD. Der Preis für US-Erdgas gab nach den Lagerbestandsdaten um 0,69 Prozent auf 2,90 USD nach. Comex-Kupfer fiel um 0,24 Prozent auf 3,18 USD. Gold handelte 0,86 Prozent schwächer bei 1.268 USD. In Euro legte das Edelmetall auf 1.087 EUR zu. Silber und Platin verloren 0,83 und 0,78 Prozent. Palladium legte gegen den Trend um 1,01 Prozent auf 967,80 USD zu.

Am Rentenmarkt gab die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,27 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte nach der EZB-Entscheidung am Nachmittag deutlich ab und endete sechs Basispunkte tiefer bei 0,42 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,36 Prozent höher bei 161,69 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um zwei Basispunkte auf 2,46 Prozent zu und markierte damit ein 7-Monats-Hoch.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh gestützt von den positiven Vorgaben der Wall Street ganz überwiegend nordwärts. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,30 Prozent auf 167,06 Punkte. Besonders deutliche Aufschläge waren dank des schwächeren Yen beim Nikkei 225 zu beobachten. Gegen den Trend zeigte der australische ASX 200 moderate Abgaben.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf die US-BIP-Daten zum dritten Quartal. Von der politischen Seite steht die weitere Entwicklung in der Katalonien-Krise im Blickpunkt. Der spanische Senat hält heute eine Sitzung zu den Plänen der Zentralregierung zum Entzug der Autonomierechte für Katalonien ab. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von Linde, Volkswagen, UBS, Fuchs Petrolub, Nemetschek, Washtec, Kuka, Grenke, BBVA, Total, RBS, Eni, Merck & Co, Exxon Mobil und Chevron. Daneben hält die Deutsche Börse eine Telefonkonferenz zu den bereits gestern Abend veröffentlichten Quartalszahlen ab.

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