24.10.17, 10:05

Richtungsweisende Entscheidungen … voraus

USD: Noch hält die seit Anfang August etablierte Handelsspanne von 1,1700-1,2050 (Abb. 1 im Dokument) in EUR-USD. Das könnte sich bald ändern, denn US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview angekündigt, dass er kurz davor steht, seinen Kandidaten für die Position des Fed Chair zu benennen. Laut dem Weißen Haus soll die Entscheidung vor dem 3. November fallen. Noch scheint keiner der fünf Favoriten vollkommen aus dem Rennen zu sein. In seinem Interview ging Trump namentlich auf John Taylor, Jerome Powell und Janet Yellen ein, schränkte aber ein, dass es noch andere Kandidaten gebe. Bereits diese Auswahl zeigt jedoch, warum die Entscheidung über den Fed Chair Kandidaten ein dominierender Impulsgeber für den Dollar werden kann. Denn während Powell und vor allem Yellen vom Markt als Vertreter des Status Quo gesehen werden, gilt Taylor als Verfechter einer regelgebundenen Geldpolitik, die im aktuellen Umfeld für einen deutlich höheren Leitzins spräche. Eine Entscheidung für Taylor (oder den ebenfalls falkenhaften Kevin Warsh) würde die Markterwartungen in Richtung einer aggressiveren Straffung der Fed-Geldpolitik schwenken und den Dollar aufwerten lassen. Damit steht dem Dollar in den nächsten zwei Wochen wohl eine richtungsweisende Entscheidung bevor – wir wissen nur leider nicht, wann genau.

EUR: Der Euro hatte einen ruhigen Wochenstart, was angesichts der EZB-Sitzung am Donnerstag nicht verwunderlich ist. Dabei gilt die Sitzung als Non-Event. Die EZB muss ihre Anleihekäufe reduzieren, da sie sonst an selbst gesetzte rechtliche Grenzen stößt, das sollte inzwischen auch dem Letzten klar sein. Damit wird die Entscheidung selbst den Euro wohl kaum bewegen. Stattdessen werden Daten wie die heutigen Stimmungsindikatoren wieder wichtiger. Unsere Volkswirte rechnen für heute zwar damit, dass der positive Ausblick bestätigt wird. Doch während nur wenige der EZB abnehmen dürften, dass sie den Expansionsgrad ihrer Geldpolitik allein wegen des guten Konjunkturumfeldes zurückdreht, würde es den Euro durchaus bewegen, sollten irgendwann Zweifel an diesem Bild aufkommen.

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CV33R5 Bull EUR/USD Hebel: 10,6
CV33RG Bear EUR/USD Hebel: 10,4

AUD: Seit Mitte Juli war es das Hauptanliegen der australischen Notenbank (RBA), sich von global anziehenden Erwartungen einer strafferen Geldpolitik abzukoppeln. Der AUD hatte stark aufgewertet, nachdem die Bank of Canada im Juli und September die Zinsen angehoben hatte. Die beiden Rohstoffwährungen CAD und AUD werden im G10-Universum oft in einem Atemzug genannt, weshalb die anziehenden kanadischen Zinserhöhungserwartungen voll auf den AUD durchschlugen. Die RBA zog daraufhin im August die Reißleine und warnte in ihrem Statement explizit, dass der höhere AUD-USD-Wechselkurs zu einem geringeren Preisdruck beitragen und eine weitere Aufwertung die prognostizierte Erholung der Wirtschaft bremsen würde. Eine klare unterschwellige Warnung, dass Zinserhöhungen später kommen könnten als anvisiert, oder im schlimmsten Fall sogar eine weitere Zinssenkung diskutiert werden müsste. Die in der kommenden Nacht veröffentlichten Inflationszahlen für das dritte Quartal bieten dem Markt damit eine erste Gelegenheit einzuschätzen, wie drängend die Sorgen der RBA sind. Erwartet wird, dass die Inflationsrate mit 2,0% ggü. Vj. auf den unteren Rand des RBA-Zielbereichs zurückkehrt (Abb. 2 im Dokument). Das wäre sicherlich noch keine Entwarnung für die RBA, sollte aber erst einmal den Status Quo zementieren: Die RBA bleibt aufmerksam, wartet aber in Ruhe ab, solange AUD-USD vorerst nicht deutlich steigt. Wir erwarten dass AUD-USD bis Jahresende bei 0,80 gedeckelt bleibt.

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CV1YM2 Long AUD/USD Faktor: 5
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