20.10.17, 12:48

OPEC noch lange nicht am Ziel

Energie: OPEC-Generalsekretär Barkindo machte gestern seinem Ruf als Schönredner mal wieder alle Ehre. Die Kritiker und Zweifler an der OPEC seien widerlegt, der Marktausgleich würde sich beschleunigen, das Ziel sei in Sichtweite. Ganz so rosig ist die Lage allerdings nicht. Laut Barkindo betrug der Lagerüberhang im September noch 160 Mio. Barrel. Damit wäre er gegenüber August um ca. 10 Mio. Barrel gefallen. Das wäre eine Verlangsamung gegenüber den Monaten zuvor, wo der Lagerüberhang um monatlich 20-30 Mio. Barrel zurückgegangen war. Da der Lagerüberhang zu Jahresbeginn noch 320 Mio. Barrel betrug, wurde bislang erst die Hälfte der Wegstrecke geschafft. Das ist also dasselbe, als wenn ein Marathonläufer bei Kilometer 21 das Ziel in Reichweite sieht, aber noch eine zweite Runde absolvieren muss. Die OPEC geht jetzt somit in diese zweite Runde. Auf Basis der IEA-Schätzungen zu globaler Nachfrage und Nicht-OPEC-Angebot dürfte diese zweite Runde ungleich schwerer werden. Denn die OPEC produziert bereits jetzt in etwa soviel Öl wie im nächsten Jahr benötigt wird. Um den Lagerüberhang vollständig abzubauen, müsste sie allerdings weniger produzieren. Eine Verlängerung der Produktionskürzungen bis Ende 2018 würde dazu nicht ausreichen. Die Kürzungen müssten noch einmal vertieft werden. Ob die Länder dazu bereit sein werden, ist zweifelhaft. Barkindo zweifelt daher die Annahme der IEA zum Nicht-OPEC-Angebot an. Diese sei zu hoch. Wir glauben dies nicht und sehen uns durch jüngste Meldungen bestätigt. Demnach würden die US-Schieferölproduzenten das derzeitige Preisniveau zu umfangreichen Absicherungsgeschäften nutzen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Am Goldmarkt halten sich aktuell stützende und belastende Faktoren die Waage. Während noch gestern der langsame Fortschritt bei den US-Reformen den US-Dollar belastet und den Goldpreis unterstützt hat, drehte sich über Nacht die Meinung. Denn gestern hat der US-Senat mit 51 zu 49 Stimmen dem „Budgetumriss“ zugestimmt und damit wohl den Weg zur wichtigen Steuerreform geebnet. Wie wichtig die Debatte darum ist, sieht man daran, dass die aktuelle Steuerordnung noch aus dem Jahr 1986 vom Präsident Reagan stammte. Nicht weniger wichtig für den US-Dollar und für die Alternativwährung Gold ist aber auch die Frage, wer der nächste Fed-Vorsitzende wird. Im Rennen um diesen Posten haben sich wohl vor allem zwei Favoriten herauskristalisiert, John Taylor und Jerome Powell. Im Hinblick auf die bevorstehende Debatte um die Steuerreform im US-Parlament scheinen aktuell viele Beobachter auf Taylor zu setzen, der als „Falke“ angesehen wird. Der steht für eine regelbasierte pro-aktive Geldpolitik der Fed, die aktuell einen höheren Zins rechtfertigen würde. Seine Kandidatur würde somit den US-Dollar stützen und den Goldpreis belasten. Ohnenhin scheint der Goldpreis aktuell nicht in der Lage, die wichtige Marke von 1300 USD überwinden zu können. Und so könnten sich weitere Anleger, die seit Juli ihre Netto-Long-Positionen bei Gold massiv ausgebaut haben und damit mit überwiegender Mehrheit auf steigende Preise setzen, aus dem Markt verabschieden. Eine kurzzeitige Preiskorrektur ist also wahrscheinlich, bevor der Goldpreis wie von uns erwartet im nächsten Jahr über 1.300 USD hinaus klettern wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros ist die chinesische Stahlproduktion im September im Vergleich zum Vormonat um 3,7% auf ein 7-Monatstief von 71,83 Mio. Tonnen gefallen. Auf Tagesbasis war die Produktion aber nur um 0,5% rückläufig, was den berichteten Rückgang auf Monatsbasis relativiert. Die geringere Produktion ist auf die behördlich angeordneten und teilweise vorgezogenen Kürzungen während der Wintermonate zurückzuführen. Auch dürfte der vorgestern begonnene Parteitag in Peking eine Rolle gespielt haben. Denn in den Regionen rund um die Hauptstadt musste im Vorfeld die Stahlproduktion gedrosselt werden, damit in Peking während des Parteitags die Luft besser ist. Sollte die Produktion in den nächsten Monaten weiter fallen, dürfte sich dies auch negativ auf die Eisenerznachfrage sowie auf die Zinknachfrage auswirken. Der Weltstahlverband hat auf seiner Jahrestagung Anfang der Woche seine Einschätzungen zur weltweiten Stahlnachfrage angepasst. Wegen einer statistischen Änderung für China erwartet der Verband nun auf globaler Ebene für 2017 einen Nachfrageanstieg um 7% (vormals 1,3%). Im nächsten Jahr soll sich das Nachfragewachstum demnach auf 1,6% abschwächen. Die Stahlnachfrage in der EU und in den Ländern der NAFTA soll 2018 spürbar an Dynamik verlieren und in China sogar gar nicht mehr zulegen. Ein stärkeres Nachfragewachstum wird dagegen zum Beispiel für die GUS und für Zentral- und Südamerika erwartet.

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