EUR: Auch wenn die Entwicklungen rund um die Unabhängigkeitsbewegung Kataloniens am Devisenmarkt bisher kaum Spuren hinterlassen haben, so dürfte sich dennoch Erleichterung unter den Marktteilnehmern breitmachen, dass nun eine Deeskalation zu beobachten ist. Denn wäre die Situation eskaliert, wären weitgehendere Konsequenzen für den Euroraum nicht auszuschließen gewesen. Angesichts des deutlich konzilianteren Tones seitens der Katalanen erscheint eine friedliche Lösung des Konflikts nun aber zunehmend realistischer.
USD: Der USD gab gestern auf breiter Front nach. Schuld dürfte einerseits der aktuelle Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem einflussreichen US-Senator Bob Corker sein, der den Erfolg einer Steuerreform zu gefährden droht. Andererseits bleibt der Markt skeptisch mit Blick auf die weitere Vorgehensweise der US-Notenbank. Zuletzt hatte der US-Dollar Rückenwind von steigenden Zinserwartungen erhalten. Eine Zinserhöhung im Dezember ist mittlerweile zu fast 80% eingepreist, nachdem sich zahlreiche FOMC-Mitglieder – allen voran Fed-Chair Janet Yellen – in den letzten Wochen optimistisch geäußert hatten und ihre Normalisierungspläne bestätigt hatten. Doch noch fällt es den meisten Marktteilnehmern schwer, über das Jahresende hinaus an weitere schnelle Zinsschritte zu glauben. Daran zeigt sich: Den US-Notenbankern gelingt es aktuell nur, die kurzfristigen Zinserwartungen am Markt zu beeinflussen, nicht jedoch die längerfristigen. Das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung, welches heute Abend veröffentlicht wird, dürfte dem US-Dollar daher kaum nennenswert unter die Arme greifen können.
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