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29.09.17, 15:17

War`s das? US-Dollar Erholung geht die Luft aus

USD: War’s das schon wieder? Dem Erholungstrend des US-Dollars seit Ende letzter Woche scheint seit gestern die Luft auszugehen. Allzu viel scheint der Markt also noch nicht auf die Steuerpläne der Regierung Trump zu geben, was daran liegen mag, dass noch Zweifel bestehen, in welcher Form sie tatsächlich im Kongress durchkommen. So sind sich die meisten Volkswirte zumindest einig, dass die Reform in jetziger Form – entgegen der Behauptung der Regierung – das Haushaltsdefizit der USA auf mittlere bis lange Sicht ausweiten wird. Die Ausarbeitung der Steuerpläne im parlamentarischen Prozess dürfte sich daher als schwierig erweisen. Die Möglichkeit einer Verzögerung und/oder Verwässerung der Pläne halten das USD-Aufwertungspotenzial daher noch in Grenzen.

Aber auch in Sachen Geldpolitik dürfte der Markt dem Braten noch nicht ganz trauen. Zwar beteuern die US-Notenbanker, dass sie an ihren Normalisierungsplänen festhalten wollen. Doch die Tatsache, dass auch sie sich die aktuell schwache Inflation nicht wirklich erklären können, erweckt nicht das allergrößte Vertrauen. Daher ist auch von dieser Seite nur begrenzter Rückenwind für den US-Dollar zu erwarten – zumindest solange sich der Inflationstrend nicht tatsächlich wie von der Fed erhofft deutlich verstärkt. Die heutigen Preisdaten für die Konsumausgaben (das von der Fed präferierte Maß) werden diese Hoffnung wohl leider noch nicht stärken.

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EUR: Was das Leid des US-Dollars etwas mindert, ist die Tatsache, dass die Fed mit ihrem Problem der niedrigen Inflation nicht alleine da steht. Das dürften die heute anstehenden Inflationsdaten für den Euroraum erneut aufzeigen. Denn nach den etwas schwächeren Preisdaten für Deutschland gestern sehen unsere Volkswirte nun sogar ein gewisses Abwärtsrisiko für die Euroraum-Zahlen. Sowohl die Gesamtrate als auch die Kernteuerungsrate könnten ihrer Einschätzung nach unter den Erwartungen liegen. Von einem deutlich anziehenden Preisauftrieb fehlt damit weiterhin jede Spur. Diejenigen, die ihre Hoffnung eines baldigen Ausstiegs aus der expansiven Geldpolitik seitens der EZB auf einen positiven Inflationstrend basieren, erwartet damit eine herbe Enttäuschung.

JPY: Und wo wir schon mal beim Thema sind: Auch die heute früh veröffentlichten neustens Inflationszahlen für Japan konnten nicht überzeugen. Die Gesamtrate lag im August zwar etwas höher als erwartet und mit 0,7% gegenüber Vorjahr immerhin auf dem höchsten Niveau seit mehr als zwei Jahren. Doch sowohl die Kernteuerungsrate (basierend auf dem Verbraucherpreisindex ohne frische Lebensmittel und Energie) als auch der unterliegende Trend kleben weiterhin nahe der Nulllinie. Das Ziel der Reflation, die sich die Regierung unter Shinzo Abe vor über vier Jahren gesetzt hat, ist noch lange nicht erreicht. Abe hat sich nicht zuletzt aus diesem Grund auf die Fahne geschrieben, sein Wirtschaftsprogramm fortzuführen. Kürzlich hat er in diesem Zusammenhang ein neues Konjunkturprogramm angekündigt und dieses auch als Begründung genommen, die für das kommende Jahr angesetzten Wahlen vorzuziehen. Er möchte sich die Rückendeckung der Bevölkerung für seine weiteren Vorhaben sichern – zu einem Zeitpunkt, in dem seine Umfragewerte zufälligerweise im Aufwind sind. Doch dieses Kalkül ist in diesem Jahr schon einmal nach hinten losgegangen – und zwar in Großbritannien, wo die regierende konservative Partei ihre Mehrheit im Parlament verlor. Könnte Abe ein ähnliches Schicksal ereilen? Noch vor kurzer Zeit schien dies vollkommen abwegig. Schließlich war es der Opposition noch nicht einmal gelungen, Profit aus dem Vetternwirtschaftsskandal rund um Abe zu schlagen. Doch die für den 22. Oktober angesetzten Wahlen als Non-Event abzutun, könnte vielleicht doch verfrüht sein. So ist es der Gouverneurin von Tokio Yuriko Koike immerhin gelungen, die demokratische Partei, die bisher größte Oppositionspartei, und ihre eigene neugegründete „Partei der Hoffnung“ in einem historischen Schritt zu vereinigen. Dazu kommt, dass Koike schon in den Regionalwahlen vor wenigen Monaten die liberal-demokratische Partei von Abe besiegen konnte. Ein Abdanken Abes wäre zwar nicht das zwingende Ende von Abenomics: Doch es würde zumindest die Unsicherheit für den JPY kurzfristig erhöhen.

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