
Der deutsche Aktienmarkt zeigte zum Wochenstart nur bei Einzelwerten deutlichere Ausschläge in Reaktion auf die Bundestagswahl, während die Indizes weitgehend auf der Stelle traten. Der DAX schloss 2 Punkte beziehungsweise 0,01 Prozent höher bei 12.595 Punkten. Der MDAX notierte 0,05 Prozent fester bei 25.634 Punkten. Für den TecDAX ging es um 0,37 Prozent nach oben auf 2.410 Zähler. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 56 Gewinner (51%) und 53 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 66 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 81,1 Millionen Aktien (Vortag: 78,8) im Wert von 2,73 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,60). Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+0,98%), Telekommunikation (+0,83%) und Chemie (+0,60%). Die kräftigsten Abgaben gab es bei Rohstoffwerten (-2,10%), Versorgern (-1,78%) und Bauwerten (-1,76%). Merck gewann an der DAX-Spitze 2,00 Prozent hinzu. Bayer und Beiersdorf verbesserten sich um 1,63 und 1,09 Prozent. Die rote Laterne hielt RWE mit einem satten Minus von 5,31 Prozent. Einige Marktteilnehmer betrachten das Unternehmen als Wahlverlierer, da die Grünen in ihrem Wahlprogramm eine Stilllegung von Kohlekraftwerken fordern. Im TecDAX sprang die Aktie des Bauers von Windkraftanlagen Nordex dafür um 3,71 Prozent.
An der Wall Street wurde die Stimmung von verstärkten geopolitischen Spannungen belastet. Der nordkoreanische Außenminister drohte den USA mit dem Abschuss von Bombern auch außerhalb des nordkoreanischen Luftraumes, da die USA dem Land den Krieg erklärt hätten. Der Dow endete 0,23 Prozent tiefer bei 22.296 Punkten. Der von Technologieaktien geprägte Nasdaq 100 verlor 1,09 Prozent auf 5.867 Zähler. 53 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Verluste. Das Abwärtsvolumen betrug 57 Prozent. 128 neuen 52-Wochen-Hochs standen 13 neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenperformance stachen Energiewerte aufgrund haussierender Ölpreise positive hervor. Ebenfalls stark gesucht waren Versorger und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples). Mit Abstand das größte Minus war bei Technologiewerten zu beobachten.
Am Devisenmarkt stieg der Dollar-Index um 0,54 Prozent auf 92,64 Punkte. Der Euro geriet nach der Bundestagswahl gegenüber allen anderen Hauptwährungen deutlich unter Druck. Experten verwiesen darauf, dass das Programm des wahrscheinlichen Regierungspartners FDP vom Markt als Euro-negativ interpretiert wird. EUR/USD fiel um 0,83 Prozent auf ein Monatstief bei 1,1847 USD. Stark gesucht waren hingegen die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken.
Der S&P GSCI Rohstoffindex sprang um 1,53 Prozent auf 404,10 Punkte. Die Rohölpreise wurden durch die Drohungen der Türkei befeuert, die Öllieferungen aus dem irakischen Kurdistan aufgrund des kurdischen Unabhängigkeitsreferendums zu behindern. Daneben verliehen Aussagen von der OPEC und Russland Auftrieb. Demnach sei der globale Ölmarkt auf dem Weg zum Gleichgewicht. Brent-Öl verteuerte sich um 3,80 Prozent auf ein 2-Jahres-Hoch bei 59,02 USD. US-Erdgas fiel um 1,25 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 2,92 USD. Comex-Kupfer gab um 0,27 Prozent auf 2,94 USD nach. Gold handelte gestützt von den erhöhten geopolitischen Spannungen und den fallenden Anleiherenditen trotz des festen US-Dollars 1,14 Prozent höher bei 1.312 USD (1.106 EUR). Silber und Platin legten um 1,10 und 0,89 Prozent zu. Palladium gab gegen den Trend um 1,13 Prozent auf 909,50 USD nach.
Am Rentenmarkt verbuchten die Staatsanleihen aufgrund der absehbar schwierigen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl kräftige Kursgewinne. Daneben belastete das schwächer als erwartete ifo-Geschäftsklima. Die Renditen gerieten entsprechend unter Druck. Die Umlaufrendite sank um fünf Basispunkte auf 0,20 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab ebenfalls um fünf Basispunkte auf ein 2-Wochen-Tief bei 0,40 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,50 Prozent höher auf einem 2-Wochen-Hoch bei 161,95 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel belastet von der Kriegs-Rhetorik zwischen Nordkorea und den USA um vier Basispunkte auf 2,22 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh mehrheitlich südwärts, konnten sich jedoch von den Tagestiefs absetzen. Belastend wirkte die Nordkorea-Krise. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,04 Prozent auf 162,12 Punkte nach.
Heute stehen von der Makroseite der US-Index des Verbrauchervertrauens (Conference Board) für den September sowie die US-Neubauverkäufe im August im Fokus. Daneben könnten sich Impulse aus den Reden mehrerer US-Notenbanker, darunter auch Fed-Chefin Janet Yellen, ergeben. Unternehmensseitig legt Delivery Hero die Halbjahreszahlen vor. Nach US-Börsenschluss präsentiert der adidas-Konkurrent Nike sein Zahlenwerk für das erste Geschäftsquartal.
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