
Energie: Der Brentölpreis stieg gestern um knapp 4% und überwand damit auch das bisherige 2017er-Hoch von Anfang Januar. Mit 59,5 USD je Barrel erreichte Brent das höchste Preisniveau seit Juli 2015. Der WTI-Preis legte „nur“ um 3% auf ein 5-Monatshoch von 52,4 USD je Barrel zu. Die unterdurchschnittliche Preisentwicklung von WTI macht sich auch im Preisabschlag gegenüber Brent bemerkbar, der sich erstmals seit gut zwei Jahren auf 7 USD je Barrel ausweitete. Der gestrige Preissprung war auf die Drohung des türkischen Staatspräsidenten Erdogan zurückzuführen, kein Öl mehr aus der Kurdenprovinz im Nordirak abzunehmen. Da dieses Öl via Pipelines über türkisches Territorium ans Mittelmeer transportiert wird, stünde es dem Weltmarkt nicht mehr zur Verfügung. Sollte Erdogan seine Drohung wahrmachen und den Abnahmestopp über längere Zeit aufrechterhalten, wäre der globale Ölmarkt unterversorgt. Die von OPEC-Vertretern geschürte Erwartung eines weiteren Abbaus der Ölvorräte würde dann doch Realität werden. Ohne eine hinreichend positive Marktstimmung wäre der Preisanstieg gestern aber kaum so stark ausgefallen. Der Preisanstieg ist zudem im hohen Maße spekulativ getrieben. Die spekulativen Finanzanleger haben ihre Netto-Long-Positionen bei Brent in der Woche zum 19. September um 37.784 auf 486.920 Kontrakte ausgeweitet. Das ist das höchste Niveau seit Februar und liegt nur noch knapp unter dem damals verzeichneten Rekordniveau. Da der Brentölpreis seit dem Stichtag um weitere 4 USD gestiegen ist, dürften die Netto-Long-Positionen inzwischen ein neues Rekordniveau erreicht haben.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold ist gestern Nachmittag um gut 15 USD auf rund 1.310 USD je Feinunze nach oben gesprungen, wo es auch heute Morgen noch handelt. Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho hatte verlauten lassen, dass Nordkorea jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump als Kriegserklärung betrachten würde. Dies führte zu einer stärkeren Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen und Krisenwährung. Gold in Euro gerechnet zog mit nach oben und legte sogar fast doppelt so stark wie Gold in US-Dollar zu, da die US-Währung aufwertete. Heute Morgen notiert es bei knapp 1.110 EUR je Feinunze. Von Interesse für die Marktteilnehmer dürften heute Reden verschiedener Fed-Mitglieder sein, darunter auch eine von der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen. Daten des Internationalen Währungsfonds zufolge haben insbesondere Russland, die Türkei und Kasachstan im August ihre Goldreserven aufgestockt. Die russische Zentralbank hat dabei knapp 16 Tonnen Gold gekauft und die türkische Zentralbank 6 Tonnen. China hatte dagegen im August wiederholt kein Gold gekauft (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 8. September).
Die Preisdifferenz zwischen Platin und Palladium ist gestern zeitweise auf weniger als 10 USD je Feinunze geschrumpft und hat sich damit der Parität genähert. Heute Morgen ist Platin aber wieder rund 25 USD teurer als Palladium. Das vorübergehende Erreichen der Parität scheint unseres Erachtens nur eine Frage der Zeit, schon allein aus psychologischen Gesichtspunkten.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Hebel: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Hebel: -6 |
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