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19.09.17, 11:00

TagesInfo Devisen: Wasch mich, aber mach mich nicht nass

CAD: Die TagesInfo mit einem Artikel zum kanadischen Dollar zu beginnen, ist ungewöhnlich. Doch führt die Bank of Canada (BoC) gerade ein interessantes Experiment durch, welches für die Normalisierung der Geldpolitiken anderer Zentralbanken Lehren liefern dürfte. Zur Erinnerung: Die BoC hat seit Juli zweimal überraschend ihren Leitzins angehoben, obwohl die Inflation in Kanada jüngst wieder fällt (Abb. 1 im pdf-Dokument). Der USD-CAD-Wechselkurs fiel daraufhin von Niveaus nahe 1,30 auf zeitweise unter 1,21.

Und genau darüber hat BoC Vize-Gouverneur Timothy Lane gestern lamentiert: „Wir beobachten sehr genau, wie der Kanadische Dollar aufwertet und wir werden das sehr stark in unseren Entscheidungen berücksichtigen.“ Ups, das hört sich aber ziemlich danach an, dass die BoC zumindest keine weitere CAD-Aufwertung mehr wünscht. Das – bei aller Bemühung, nicht „ideologisch“ zu klingen – verwundert mich allerdings doch. Wie haben sich Kanadas Währungshüter denn vorgestellt, dass ihre Währung auf zwei überraschende Zinserhöhungen reagieren würde, bitte schön? Ja, ich verstehe, warum eine Zentralbank endlich aus der Ecke extrem niedriger Zinsen heraus will. Aber (1.) kann man das auch schonender vorbereiten. Das würde die Devisenmarkt-Reaktion merklich dämpfen. Und (2.) muss man – wenn man als Zentralbanker höhere Zinsen will – bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. Da wertet eine Währung halt auch mal auf. So dramatisch war die CAD-Aufwertung ja nun auch nicht, dass man jetzt gleich verschreckt sein müsste. Jetzt vor den Folgen des eigenen Handelns zurückzuschrecken und weitere Zinsschritte davon abhängig zu machen, dass der CAD nicht weiter aufwertet (zumindest nicht signifikant), würde de facto die Geldpolitik der BoC an einem Wechselkursziel ausrichten. Auch das kann sinnvoll sein. Doch müssten in einem solchen Setup die Argumente, die zu den beiden Zinsschritten geführt haben, irrelevant sein. Selbst bei Wechselkurssteuerung gilt: Eine Zentralbank kann kein Mikro-Management des Devisenmarktes betreiben. Zwischen 1,30 und 1,20 den Wechselkurs zu steuern, kann mittelfristig nur im Desaster enden.

Summa summarum: Es wird mehr und mehr unklar, was Kanadas Geldpolitiker eigentlich wollen. Der Devisenmarkt tut gut daran, erst einmal mittels eines schwächeren CAD die Aussicht auf weitere BoC-Zinserhöhungen niedriger anzusetzen. Allerdings gilt auch: Bei dieser Zentralbank kann sich alles jederzeit ändern. Man kann daher auch nicht umgekehrt empfehlen, auf fortgesetzte CAD-Schwäche zu setzen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9MCZ Faktor Long EUR/CAD Hebel: 5
CE9MD0 Faktor Short EUR/CAD Hebel: -5
CV1YW2 Faktor Long USD/CAD Hebel: 5
CV1YW4 Faktor Short USD/CAD Hebel: -5

USD: Nächste Folge unserer Vorbereitung auf die Fed-Sitzung morgen. Manch Leser mag sich wundern, dass wir in der TagesInfo einen Punkt bislang gar nicht diskutiert haben, der ansonsten heftig diskutiert wird: die Reduktion der Fed-Bilanz, die morgen starten dürfte. Für den Devisenmarkt ist dieser Aspekt – der FI-Analysten umtreibt – kaum relevant. Denn die Fed hat klargemacht, dass sie diese Reduktion marktschonend betreiben wird. Klar, an der einen oder anderen Stelle mag es zwischendurch haken. Aber die Bilanzreduktion wird – soweit ist bereits klar – kein Instrument der täglichen Geldpolitik. Geldpolitische Instrumente werden schon einmal so eingesetzt, dass es dem Markt weh tut, wenn das für ein übergeordnetes Ziel nötig ist. Bei der Bilanzreduktion ist das explizit nicht der Fall. Die Fed wird sie so betreiben, dass sie möglichst geringe Marktfriktionen erzeugen wird. Und somit ist sie für den nicht unmittelbar betroffenen Devisenmarkt nicht relevant. Wir müssen uns auf andere Aspekte der morgigen Fed-Kommunikation konzentrieren. Doch darüber in der morgigen Ausgabe mehr.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5 Bull EUR/USD Hebel: 9,4
CV33RG Bear EUR/USD Hebel: 11,9

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