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18.09.17, 10:00

TagesInfo Devisen: Das Timing ist entscheidend

USD: Bei der US-Währung wird sich bis Mittwoch alles um die bevorstehende FOMC-Sitzung drehen. Der USD-positive Effekt der Inflationsdaten hielt letzte Woche nicht lange an. Der Grund ist einfach: Der Markt sieht zwar eine zunehmende Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember (rund 50% – basierend auf den Fed-Funds-Futures). Doch betrifft dieser Sinneswandel halt nur die allernächste Fed-Politik. Für 2018 erwartet der Markt weiterhin nur einen Zinsschritt (ebenfalls aus Fed-Funds-Futures). Die positive Inflationsüberraschung der letzten Woche ist offensichtlich noch viel zu wenig, um den Markt von einer nennenswerten Fortsetzung des Fed-Zinserhöhungszyklus zu überzeugen.

Ich frage mich, ob Fed-Chair Janet Yellen den Markt am Mittwoch überzeugen kann. Schließlich hat ihr der Markt schon lange nicht geglaubt. Sonst würde er für 2018 drei Zinsschritte einpreisen. Für den Wochenstart bleibt aber zunächst festzuhalten: Bis Mittwoch dürfte die US-Geldpolitik kein wesentlicher Treiber der USD-Wechselkurse sein. Denn sie schweigt – wie üblich – vor ihrer Sitzung.

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GBP: Das Pfund hat seine beeindruckende Rallye auch am letzten Tag der vergangenen Handelswoche fortgesetzt. Gegenüber dem Dollar notiert es mittlerweile bei Niveaus um 1,3600, der Euro verlor bis zu Niveaus um 0,8800 gegenüber der britischen Währung. Am Freitag wurde die Rallye durch Kommentare von MPC-Mitglied Gertjan Vlieghe weiter befeuert. Vlieghe gilt gemeinhin als das taubenhafteste Mitglied des MPC. Dass auch er Zinserhöhungen „innerhalb der nächsten Monate“ für sinnvoll und wahrscheinlich hält, war deshalb besonders bemerkenswert – und GBP-positiv. Denn es zeigt, dass innerhalb des MPC breiter Konsens darüber herrschen dürfte, dass in naher Zukunft ein höheres Leitzinsniveau sinnvoll sein wird.

Die Bank of England (BoE) scheint damit „ahead of the curve“ zu sein – hinreichend früh auf die GBP-Schwäche der Sommermonate und die seit Ende 2016 deutlich anziehende Inflation reagieren zu wollen. Das Timing ist entscheidend. Kommen Zinserhöhungen zu spät, sind sie i.d.R. kaum mehr geeignet, einen sich selbst verstärkenden Abwertungsprozess aufzuhalten. Mein Paradebeispiel dafür der 500%-Zinssatz der Riksbank in der EWS-Krise Anfang der neunziger Jahre. Zu spät dürfte die BoE nicht zu sein. Das deutliche Ausmaß an Pfund-Stärke, mit dem der Markt die BoE-Kommentare belohnt, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Markt die Zinserhöhungen als hinreichend früh erachtet. Wenn sie denn so früh kommen, wie vom Markt derzeit erwartet – also noch vor Jahresende.

Noch ist die Pfund-Stärke fragil. Würde sich die Erkenntnis durchsetzen, dass mit „innerhalb der nächsten Monate“ erst ein Zeitpunkt in 2018 gemeint wäre, sähe das Bild schon ganz anders aus. Dann bliebe vom Bild einer Zentralbank „ahead of the curve“ nicht mehr viel übrig. Und weil das Timing so wichtig ist, kommt es momentan auf jede Äußerung eines MPC-Mitgliedes an. Insbesondere natürlich auf die von Gouverneur Mark Carney. Augen auf daher heute, wenn er beim Internationalen Währungsfonds in Washington spricht.

Ich befürchte, das Risikoprofil ist leicht asymmetrisch. Nach der beeindruckenden Pfund-Rallye würde jede taubenhaftere Äußerung Carneys dem Pfund wohl mehr schaden, als dass falkenhaftere Bemerkungen dem Pfund auf diesen Niveaus noch nützen können.

Doch eines ist auch klar: Relativiert Carney heute den falkenhaften Eindruck nicht, dann ist das Pfund weitaus stärker gegenüber politischen Neuigkeiten geschützt, als noch vor 2 Wochen. Denn eine BoE, die die Brexit-Risiken nicht mit einer Fortsetzung der lockeren Geldpolitik übertünchen will, sondern auch unter diesen Umständen zur Verteidigung von Währung und Preisniveaustabilität bereitsteht, lässt all das, was Großbritanniens Politiker intern wie gegenüber der EU noch verbocken können, weniger relevant für die Pfund-Wechselkurse erscheinen.

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