USD: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, heißt es bekanntlich. Bezogen auf die gestrigen Verbraucherpreisdaten aus den USA und die anschließende Marktreaktion geht die Geschichte so: Mit einem (saisonbereinigten) Plus von 0,4% zum Vormonat haben die Inflationsdaten gestern nach oben überrascht. Die Kernrate legte um solide 0,248% zu. Solche Monatswerte würden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Fed auf den Plan rufen und zu einem weit schnelleren Zinsanstieg führen, als der Markt sich seit Monaten vorstellen kann. Ein gehörige Portion USD-Stärke wäre dann sicherlich eine gute Prognose. Aber die August-Daten stellten eben nicht eine Fortsetzung von seit Monaten soliden Inflationsdaten dar, sondern, wenn überhaupt, den Anfang.
Nun ist ein Sommer aber kaum vorstellbar, ohne dass man zunächst Schwalben sieht. „Kein Sommer ohne Schwalbe“ bedeutet: Die August-Daten einfach als monatlichen Ausreißer abzutun, wäre fahrlässig, zumal unsere US-Ökonomen seit geraumer Zeit genau ein solches Anziehen der Teuerung erwarten. Der Devisenmarkt hat sich gestern nach den Daten deshalb zunächst einmal bedeckt gehalten: USD-Stärke ja, aber nicht zu ausgeprägt (heute Morgen handeln wir in EUR-USD bereits wieder über 1,19).
Diese Sichtweise ist nachvollziehbar. Denn zunächst kommt es drauf an, was die Fed am Mittwoch aus den jüngsten Daten macht. Dabei dominiert vor allem die Frage, ob sie ihre eigenen Prognosen (die Dots) nach unten anpasst. Die Fed wird also letztlich eine Ent-scheidung fällen müssen, ob sie die Reihe schwacher CPI-Daten zwischen Februar und Juli oder eben den kräftigen Anstieg im August (und vor Februar) als wichtiger erachtet.
Dass der Markt seine Zinserwartungen (bis Ende 2018 ist aktuell nur gut ein Schritt einge-preist) nach den August-Daten nicht bereits spürbar korrigiert hat, hängt aber nicht nur an der Unsicherheit über den weiteren Inflationsverlauf. Eine anziehende Teuerung ist letztlich nur eine notwendige Bedingung für höhere Fed-Zinsen. Die hinreichende Bedingung ist, dass die Fed auch entsprechend auf verstärkten Preisdruck reagiert. Für die weitere Entwicklung des Dollars heißt das: Zieht die Teuerung weiter an, wird sich der Greenback seine Stärke trotzdem Schritt für Schritt verdienen müssen. Verdienen in dem Sinne, dass die Fed jegliche Zweifel über ein zu zögerliches Verhalten beseitigen muss. Anderseits bedeutet das auch: Wer bisher nicht an kräftig steigende US-Zinsen bis Ende 2018 glaubt, dürfte noch etwas Zeit bekommen, sich eines Besseren zu belehren.
GBP: Gestern konnte das Pfund spürbar zulegen. Das lag daran, dass das Statement deutlich falkenhafter ausfiel als erwartet. Eine Mehrheit der MPC-Mitglieder hält eine Zinserhöhung in den kommenden Monaten für angemessen, sollte sich der Trend von fallender Unterauslastung und steigendem unterliegendem Preistrend fortsetzen. Die große Frage ist nun, was versteht das MPC unter „in den kommenden Monaten“? Je länger dieser Zeitraum wäre, umso größer wäre auch die Gefahr, dass die Wirtschaft abzukühlen beginnt und aus den BoE-Plänen nichts wird. Die gestrige GBP-Stärke sollte also noch mit Vorsicht genossen werden.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV0V44 | Faktor Long | EUR/GBP | Hebel: 5 |
| CV0V49 | Faktor Short | EUR/GBP | Hebel: -5 |
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