
USD: Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie nach dem Urlaub gut gelaunt zur Arbeit zurückkehren, weil sich sicherlich alle Probleme von vor dem Urlaub in Luft aufgelöst haben? Nein? Der US Kongress auch nicht. Der beendet heute seine Sommerpause und sieht sich gleich einem Berg von Arbeit gegenüber. Bis Ende des Monats muss eine neue Ausgabenermächtigung für den Haushalt beschlossen werden, sonst droht der „Government Shutdown“, also die Schließung wichtiger Regierungseinrichtungen. Bis dahin möchte Finanzminister Steven Mnuchin auch die Schuldengrenze angehoben haben, um keinen Zahlungsausfall der USA zu riskieren. Der Devisenmarkt wird sich sicherlich sehr genau anschauen, wie die ersten Diskussionen verlaufen, um abschätzen zu können, ob eine höhere USD-Risikoprämie gerechtfertigt ist. Wichtigen Input dafür könnte ein für heute angesetztes Treffen zur Steuerreform liefern. US Präsident Donald Trump trifft sich mit Finanzminister Mnuchin, dem Direktor seines Wirtschaftsrates Gary Cohn, sowie den beiden führenden Republikanern Mitch McConnell und Paul Ryan. Alle Parteien sind daran interessiert, endlich die politische Agenda voranzubringen und wollen die Steuerreform noch bis zum Jahresende unter Dach und Fach bringen. Die Hoffnung darauf würde sicherlich auch den USD beflügeln, wenn sich wider Erwarten eine rasche Einigung in der Haushaltsdebatte oder Fortschritte bei der Steuergesetzgebung abzeichnen würden.
Doch dann ist da ja auch noch die Fed. Der Markt erwartet inzwischen nur noch knapp eine Zinserhöhung bis Ende des kommenden Jahres! USD-Investoren warten auf einen realwirtschaftlichen Impuls und klare Anzeichen dafür, dass die Inflation nachhaltig anzieht, bevor sie bereit sind, ihren USD-Pessimismus zu überdenken. Dass daran durchaus auch einige Zentralbanker innerhalb des FOMCs zweifeln, dürften Board Mitglied Lael Brainard und Minneapolis Fed Präsident Neel Kashkari in ihren heutigen Reden zum Ausdruck bringen. Insbesondere Brainard gilt als überzeugte Taube und dürfte dem Markt heute kaum USD-positive Argumente liefern. Für eine ausgeglichenere Sichtweise, die die Mehrheitsmeinung innerhalb des FOMC wohl auch besser widerspiegelt, müssen wir bis zur Rede von New York Fed Präsident William Dudley am Freitag warten. Ich stimme deshalb uneingeschränkt mit Donald Trumps Tweet von heute Morgen überein: „Big week coming up!“.

CHF: Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Thomas Jordan hatte sich ja zuletzt sehr zufrieden mit den Entwicklungen in der Schweiz gezeigt. Rückendeckung sollten ihm die heutigen Wachstumszahlen für das zweite Quartal liefern: Die wirtschaftliche Dynamik ist vielversprechend. Trotzdem bleibt der geldpolitische Spielraum der SNB stark eingeschränkt, wie die Inflationsdaten für August zeigen werden, die ebenfalls heute veröffentlicht werden. Die Preise dürften gegenüber Vormonat nur minimal angestiegen sein. Die Erfolge der SNB wären also rasch wieder zunichte gemacht, wenn der CHF deutlich aufwertet. Doch es gibt Hoffnung: Die Sichteinlagen Schweizer Banken bei der SNB, die als grober Indikator für die Interventionstätigkeit der SNB gelten, sind seit Ende Juni deutlich zurückgegangen. Das bestätigt uns darin, dass die gegenwärtigen Niveaus über 1,12 in EUR-CHF nachhaltig sind, zumal der CHF trotz einer erhöhten Risikoaversion angesichts anhaltender Provokationen aus Nordkorea, das aktuell wohl bereits einen weiteren Raketenstart vorbereitet, bisher zumindest nur geringfügig unter Aufwertungsdruck steht.
AUD: Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat heute Morgen wie erwartet ihren Leitzins unverändert gelassen. Angesichts des anhaltend starken AUD spricht viel dafür, dass das auch erst einmal so bleiben wird. Seitdem die RBA ihren Ton gegenüber dem AUD im Kommuniqué zur Zinsentscheidung im August deutlich verschärft hatte, hat der AUD kaum abgewertet, auch wenn der Markt einen erneuten Test der 0,80er-Marke in AUD-USD bisher vermieden hat. Die RBA verweist auch weiterhin darauf, dass der starke AUD den bereits verhaltenen Preisdruck hemmt und den Wachstumsausblick schwächt, weshalb der Markt auch bei guten BIP-Daten für das zweite Quartal morgen früh bedenken sollte, dass die Toleranz der RBA gegenüber einem weiter aufwertenden AUD begrenzt sein dürfte.
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