Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt für das technische Quartalsupdate am 25. Juni mit HSBC anmelden!
31.08.17, 11:32

Harvey treibt Benzinpreise auch in Europa nach oben

Energie: Die durch Tropensturm Harvey ausgelösten Verzerrungen am Ölmarkt nehmen weiter zu. Die Ölpreise geben weiter nach, wobei der Brentölpreis gestern stärker fiel und die Preisdifferenz somit auf weniger als 5 USD je Barrel schrumpfte. Brent handelt am Morgen unterhalb von 51 USD je Barrel, WTI bei 46 USD je Barrel. Entgegengesetzt dazu entwickeln sich die Preise für Ölprodukte. Der Großhandelspreis für Benzin in den USA erreichte gestern erstmals seit zwei Jahren die Marke von 2 USD je Gallone. Die Verarbeitungsmarge für Benzin stieg auf 25 USD je Barrel und erreichte damit den höchsten Stand für diesen Zeitpunkt des Jahres seit dem Jahr 2012. Davon werden auch die Verarbeitungsmargen in Europa mit nach oben gezogen. Die Preisdifferenz zwischen Benzin und Brent liegt inzwischen bei 20 USD je Barrel, die zwischen Gasöl und Brent bei 15 USD je Barrel. Beides entspricht dem höchsten Niveau seit zwei Jahren. Bloomberg berichtete gestern unter Verweis auf Verlade- und Schifffahrtsdaten, dass deutlich mehr Ölprodukte aus Europa in die USA und nach Mexiko geliefert werden. Angesichts der massiven Raffinerieausfälle in den USA verwundert dies nicht. Aktuelle Schätzungen liegen bei 4,4 Mio. Barrel pro Tag an geschlossenen Verarbeitungskapazitäten, was einem Viertel der landesweiten Raffineriekapazitäten entspricht. Die gestrigen US-Lagerdaten gerieten daher in den Hintergrund. Der erneut kräftige Lagerabbau bei Rohöl um 5,4 Mio. Barrel kam aufgrund niedrigerer Importe und einer rekordhohen Rohölverarbeitung zustande, dürfte aber wegen der erwähnten Raffinerieausfälle zunächst der letzte gewesen sein.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD4GWB Long Brent Oil Future Faktor: 4
CD4GWJ Short Brent Oil Future Faktor: -4

Edelmetalle: Gold gibt weiter nach und handelt heute Morgen noch bei rund 1.300 USD je Feinunze. Belastet wird es vom festeren US-Dollar, der nach guten US-Konjunkturdaten aufwertete und so weiter einen Teil seiner hohen Verluste aufholt. Die ADP-Arbeitsmarktdaten für August lagen deutlich über den Erwartungen und das BIP-Wachstum der US-Wirtschaft im zweiten Quartal wurde auf 3% nach oben revidiert. Zudem haben die Aktienmärkte wieder zugelegt, was den Goldpreis ebenfalls belastete. Auch verzeichneten die Gold-ETFs gestern mit 1,9 Tonnen den größten Tagesabfluss seit Anfang des Monats. Wir gehen aber nicht davon aus, dass der Goldpreis stärker nachgeben wird. So sollte zum Beispiel der latente Konflikt zwischen Nordkorea und den USA die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen hoch halten. Auch rückt die Schuldenobergrenze in den USA immer näher. Diese wird voraussichtlich Ende September erreicht. Sollte sich der Kongress bis dahin nicht auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze einigen, droht der Regierung abermals die Zahlungsunfähigkeit und es müssten Behörden zwangsweise geschlossen werden. Laut Einschätzung der Ratingagentur S&P wären die Auswirkungen einer Zahlungsunfähigkeit des Landes gravierender als die der Lehman Brothers-Pleite. Die anderen Edelmetalle geben im Fahrwasser von Gold ebenfalls nach, ohne dass sich die Preisrelationen untereinander großartig geändert haben. Entsprechend war der Ausflug von Platin über die Marke von 1.000 USD je Feinunze nur von kurzer Dauer. Ausnahme ist Palladium, das heute Morgen gegen den Trend zulegt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Bull Gold-Future Hebel: 6
CD5B34 Bear Gold-Future Hebel: -6

Industriemetalle: In China ist der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) im August entgegen den Erwartungen auf 51,7 gestiegen, was auf eine gute Stimmung in der chinesischen Industrie hindeutet. Es ist aber fraglich, ob sich dies auch in den harten Daten widerspiegelt. Im Juli zeigten sich die Industrieproduktion und die Investitionen in Sachanlagen zumindest verhalten. Die Metallpreise quittieren den PMI heute Morgen mit Aufschlägen, nachdem sie gestern eine Verschnaufpause in ihrem Aufwärtstrend eingelegt hatten. Wie die LME-Positionierungsstatistik zeigt, stehen die spekulativen Finanzanleger mit wenigen Ausnahmen weiter auf dem Gaspedal. Die Netto-Long-Positionen bei Kupfer liegen in der Nähe des Rekordhochs und die bei Nickel sind fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt seit Beginn der Datenreihe vor gut drei Jahren. Die spekulativen Finanzinvestoren haben in etwa Mitte Mai begonnen, ihre Netto-Long-Positionen auszuweiten. Seitdem ist der LME-Industriemetallindex (LMEX) um fast 18% gestiegen. Bis dahin wies der LMEX seit Jahresbeginn nur ein Plus von 2% auf. Bei Kupfer lösen sich offenbar die letzten noch verbliebenen Angebotsprobleme auf. So hatte sich vor kurzem Freeport-McMoRan, der Betreiber der Grasberg-Mine, mit der indonesischen Regierung auf einen langfristigen Weiterbetrieb der Mine geeinigt. Und die chilenische Kupferproduktion hat den Streik vom Februar und März endgültig überwunden. Sie ist im Juli erstmals in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Sind Sie der beste “Trader 2017”? Dann beweisen Sie es und gewinnen Sie einen Jaguar F-PACE!

Acht Wochen lang sucht die Commerzbank den besten Trader 2017. Bereiten Sie sich im Online-Börsenspiel auf die Realität am Aktienmarkt vor und gewinnen Sie einen Jaguar F-PACE, wöchentlich 2.222 Euro und eins von acht iPhone 7. Bereits jetzt kostenfrei anmelden und viele Vorteile sichern.

Hier geht`s zur Anmeldung!

Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.