Die Ölpreise legten nach der Veröffentlichung der US-Lagerdaten gestern Nachmittag deutlich zu. Brent stieg um knapp einen US-Dollar auf 52,5 USD je Barrel. WTI sprang ebenfalls knapp einen US-Dollar auf 48,5 USD nach oben. Die Preise reagierten damit auf den achten Wochenrückgang der US-Rohöllagerbestände in Folge. Der Abbau des Überangebotes kommt also zumindest in den USA voran. Der Lagerabbau um 3,3 Mio. Barrel erfolgte trotz kräftig gestiegener (Netto-)Importe und einer weiter steigenden USÖlproduktion und war somit einzig einer weiterhin sehr hohen Rohölverarbeitung zu verdanken. Dies wirft zwei Fragen auf: Zum einen, ob die OPEC-Länder tatsächlich ihre Öllieferungen in die USA eingeschränkt haben. Zum anderen, ob die Lagerbestände weiter fallen werden, wenn die Rohölverarbeitung im September saisonbedingt zurückgeht. Dies ist nur vorstellbar, wenn die (Netto-)Importe deutlich fielen. Die US-Benzinlagerbestände gingen nach zwei Wochenanstiegen um 1,2 Mio. Barrel zurück, wozu eine robuste Benzinnachfrage einen Beitrag leistete. Die Sommerfahrsaison in den USA geht allerdings in gut einer Woche mit dem langen Labor Day-Wochenende offiziell zu Ende, so dass auch hier der Nachfrageimpuls schon bald nachlassen sollte. Die US-Rohölproduktion stieg abermals kräftig und erreichte mit 9,53 Mio. Barrel pro Tag das höchste Niveau seit gut zwei Jahren. Sie liegt damit nur noch knapp unter dem 2015 verzeichneten Spitzenniveau. Kurzfristig könnte die US-Ölproduktion einen Dämpfer erhalten, da die Produktion im Golf von Mexiko aufgrund eines Wirbelsturmes vorübergehend eingeschränkt werden muss.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV0UL2 | Long | Brent Oil Future | Faktor: 15 |
| CV0UL3 | Short | Brent Oil Future | Faktor: -15 |

Gold gelingt es weiterhin nicht, den massiven Widerstandsbereich zwischen 1.290 und 1.300 USD je Feinunze zu überwinden. Hier ist Gold bereits dreimal in diesem Jahr abgeprallt (Mitte April, Anfang Juni, Mitte August). Ein abermaliges Scheitern könnte Verkäufe spekulativer Finanzanleger auslösen, die laut CFTC-Statistik in den letzten Wochen ihre Wetten auf einen steigenden Goldpreis deutlich ausgeweitet hatten. Die Drohung von US-Präsident Trump, die Schließung von Regierungsbehörden als mögliches Druckmittel gegen den Kongress einzusetzen, hat den Goldpreis nur kurzzeitig steigen lassen. Offensichtlich glaubt die Mehrheit der Marktteilnehmer noch nicht, dass Trump tatsächlich so weit gehen wird. Die Ratingagentur Fitch hat unterdessen davor gewarnt, das AAA-Rating der USA auf den Prüfstand zu stellen, sollte die Schuldenobergrenze nicht rechtzeitig angehoben werden. Diese wird nach Lage der Dinge Ende September erreicht. Dieses Thema dürfte den Markt somit in den kommenden Wochen beschäftigen. Kurzfristig ist der Fokus allerdings auf die morgen beginnende Zentralbank-Konferenz in Jackson Hole gerichtet.
Die Bundesbank hat gestern bekanntgegeben, die Rückholung von im Ausland gehaltenen Goldreserven drei Jahre früher als geplant abgeschlossen zu haben. Von den 3.378 Tonnen lagern künftig 1.710 Tonnen bzw. 50,6% in Frankfurt, 1.236 Tonnen (36,6%) in New York und 432 Tonnen (12,8%) in London. Der Lagerort in Paris wurde aufgelöst.
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