
Am deutschen Aktienmarkt überwogen am Donnerstag die negativen Vorzeichen. Nur für kurze Zeit stützte ein schwächerer Euro nach Veröffentlichung des Protokolls (“Minutes”) der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB, aus dem sich ergab, dass den Währungshütern der starke Euro ein Dorn im Auge ist. Belastend wirkte eine schwache Entwicklung an der Wall Street. Der DAX schloss 0,49 Prozent tiefer bei 12.203 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,26 Prozent nach unten. Der TecDAX erkämpfte sich hingegen ein moderates Plus von 0,12 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 42 Kursgewinner (39%) und 65 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 70 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 76,4 Millionen Aktien im Wert von 2,70 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,11). Stärkste Sektoren waren Versorger (+0,64%), Pharma & Healthcare (+0,27%) und Einzelhandel (+0,27%). Die deutlichsten Abgaben verzeichneten Banken (-2,95%), Bau (-1,26%) und Rohstoffe (-0,97%). An der DAX-Spitze ging es für RWE um 1,08 Prozent nach oben. FMC und Linde befestigten sich um 1,01 und 0,45 Prozent. Am anderen Ende verloren Deutsche Bank und Commerzbank 3,22 beziehungsweise 2,85 Prozent. HeidelbergCement büßte 1,43 Prozent ein.
An der Wall Street war zum Handelsschluss ein Meer aus rot zu beobachten. Für schlechte Stimmung hatte die – später vom Weißen Haus dementierte – Meldung gesorgt, dass Garry Cohen, der oberste Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, aufgrund seiner Enttäuschung über die verbale Reaktion von Donald Trump auf die dramatischen Ereignisse in Charlottesville zurücktreten wolle. Bereits am Abend zuvor hatte Donald Trump zwei Wirtschaftsgremien aufgelöst, nachdem sich immer mehr prominente Wirtschaftslenker aus den Gremien aus demselben Grund verabschiedet hatten. Der Dow schloss 1,24 Prozent tiefer bei 21.751 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 2,04 Prozent auf 5.796 Zähler. 79 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug 87 Prozent. 53 neuen 52-Wochen-Hochs standen 145 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren verbuchten Verluste. Am deutlichsten Technologiewerte und Industriewerte. Unternehmensseitig stellten negativ aufgenommene Geschäftszahlen von Cisco Systems einen Belastungsfaktor dar. Das Papier büßte am Dow-Ende 4,01 Prozent ein und schloss nur knapp oberhalb der vom Mai-Tief ausgehenden Aufwärtstrendlinie, deren Unterschreitung ein negatives technisches Signal senden würde.
Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar zunächst von der Veröffentlichung der EZB-Minutes, aus denen sich entnehmen ließ, dass die europäische Notenbank besorgt über den jüngsten Höhenflug der Gemeinschaftswährung ist. Später kam es beim Greenback jedoch zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Gerüchte über einen bevorstehenden Rücktritt von Gary Cohen die Runde machten. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels noch 0,24 Prozent fester bei 93,67 Punkten. EUR/USD verlor 0,33 Prozent auf 1,1727 USD. Vom im Tagesverlauf markierten Monats-Tief bei 1,1663 USD konnte sich das Währungspaar damit deutlich erholen. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen waren die sicheren Häfen Yen und Franken am stärksten gesucht. Die kräftigsten Verluste zeigten der Austral-Dollar sowie der Kanada-Dollar.
Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,16 Prozent auf 374,89 Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich um 1,23 Prozent auf 50,89 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg trotz eines stärker als erwarteten Anstiegs der Lagerbestände um 1,00 Prozent auf 2,92 USD. Comex-Kupfer sackte um 1,64 Prozent auf 2,91 USD ab. Die Edelmetalle blieben als sichere Häfen gesucht. Gold notierte 0,81 Prozent fester bei 1.293 USD. In Euro markierte das gelbe Metall ein 2-Monats-Hoch bei 1.099 EUR. Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 0,34 und 1,54 Prozent.
Am Rentenmarkt notierte die Umlaufrendite zwei Basispunkte tiefer bei 0,20 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt tiefer bei 0,42 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,21 Prozent höher bei 164,32 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um vier Basispunkte auf 2,19 Prozent nach und testet damit das in der Vorwoche markierte 2-Monats-Tief.
Die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich heute früh belastet von den negativen Vorgaben auf breiter Front südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,63 Prozent auf 158,82 Punkte und verzeichnete damit den ersten Negativtag der Woche.
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