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16.08.17, 09:26

Lufthansa profitiert von Air Berlin-Pleite

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Dienstag weitgehend impulslos. Nach einem auffällig dünnen Handel hielten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Der DAX schloss 0,09 Prozent höher bei 12.177 Punkten. MDAX und TecDAX endeten praktisch unverändert. Im HDAX, der die 110 Werte der drei genannten Indizes vereint, gab es 50 Gewinner (46%) und 59 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 51 Prozent. Im Xetra-DAX wechselten lediglich 62,2 Millionen Aktien im Wert von 2,17 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,33) den Besitzer. Die stärksten Sektoren waren Transport (+1,51%), Versorger (+1,27%) und Pharma & Healthcare (+0,30%). Die deutlichsten Verluste verbuchten Rohstoffwerte (-1,05%), Telekommunikationswerte (-0,49%) und Medienwerte (-0,45%). Im nachrichtlichen Fokus stand die Insolvenz von Air Berlin. Die Anleger sahen die Lufthansa als Profiteur der Pleite des größten heimischen Konkurrenten und schickten das Papier der Kranich-Airline um 4,73 Prozent nach oben, was ihm den ersten Rang im DAX-Tableau einbrachte. RWE und FMC belegten die Ränge zwei und drei mit Aufschlägen von 2,29 beziehungsweise 1,51 Prozent. Die roten Indexlaterne hielt ProSiebenSat.1 mit einem Minus von 1,49 Prozent. Hier belastete eine negative Analysteneinschätzung. Henkel und ThyssenKrupp verloren 0,91 respektive 0,72 Prozent. Im MDAX waren Talanx und Deutsche Pfandbriefbank nach positive Analystenkommentaren gesucht und haussierten um 4,98 und 3,08 Prozent. K+S rutschte am Indexende nach enttäuschenden Quartalszahlen und einem ebenso enttäuschenden Ausblick um 5,36 Prozent ab.

Die Indizes an der Wall Street konnten nicht von überraschend stark hereingekommenen Konjunkturdaten profitieren. Die US-Einzelhandelsumsätze, der Empire State Manufacturing Index, die Einfuhrpreise und der NAHB Hauspreisindex übertrafen alle die Konsensschätzungen. Der Dow schloss 0,02 Prozent höher bei 21.999 Punkten. Der Nasdaq 100 notierte unverändert bei 5.908 Zählern. Die Marktbreite stellte sich auffällig negativ dar. 61 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen dominierte mit ebenfalls 61 Prozent. 57 neue 52-Wochen-Hochs standen 120 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger und Consumer Staples. Am deutlichsten verloren Consumer Discretionary und Energie.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar beflügelt von den positiven US-Konjunkturdaten gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, stieg um 0,34 Prozent auf ein Monatshoch bei 93,81 Punkten. EUR/USD fiel um 0,35 Prozent auf 1,1737 USD. Vom zwischenzeitlich markierten Monatstief bei 1,1687 USD konnte sich die Gemeinschaftswährung damit erholen. Unter den anderen Majors präsentierte sich der als sicherer Hafen geltende Yen mit der gesunkenen Wahrscheinlichkeit eines militärischen Konflikts in der Nordkorea-Krise am schwächsten. Daneben fiel das Pfund Sterling durch Schwäche auf. Hier belasteten schwächer als erwartete britische Inflationsdaten. Stark gesucht war hingegen die schwedische Krone dank einer überraschend hohen Inflationsrate von 2,2 Prozent. Erstmals seit Ende 2011 überschritt sie damit das Ziel der Riksbank von 2,0 Prozent. Allerdings könnte es sich hierbei um einen Ausreißer gehandelt haben, der auf eine neue Berechnungsmethode sowie auf einen außergewöhnlich starken Anstieg der Preise für Pauschalreisen zurückzuführen ist.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab belastet vom festen US-Dollar um 0,36 Prozent auf ein Monatstief bei 376,64 Punkte nach. Brent-Öl handelte zwischenzeitlich auf einem Monatstief bei 50,02 USD, konnte sich jedoch erholen und notierte am Abend 0,22 Prozent fester bei 50,84 USD. Am Abend veröffentlichte API für die vergangene Woche einen deutlich stärker als erwarteten Rückgang der Rohöllagerbestände in den USA um 9,16 Millionen Barrel (Konsens: Rückgang um 3,2 Millionen Barrel). US-Erdgas fiel um 1,05 Prozent auf 2,93 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,90 Prozent auf 2,88 USD. Gold verlor 0,95 Prozent auf 1.278 USD (1.084 EUR). Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,84 und 2,82 Prozent nach.

Am Rentenmarkt blieben die Kurse der Staatsanleihen den zweiten Tag in Folge unter Druck. Die Renditen zogen entsprechend an. Zurückzuführen war diese Entwicklung auf die Vermeidung einer weiteren Eskalation in der Nordkorea-Krise sowie auf die überraschend stark ausgefallenen US-Konjunkturdaten. Die schwächer als erwarteten Daten zum deutschen BIP wirkten sich hingegen nicht auf das Kursgeschehen aus, da dafür das Wachstum für das Vorquartal nach oben revidiert wurde. Die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite notierte einen Basispunkt tiefer bei 0,18 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete drei Basispunkte höher bei 0,44 Prozent. Der Euro-Bund-Future verlor 0,17 Prozent auf 163,78 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um fünf Basispunkte nach oben auf 2,27 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,15 Prozent auf 158,78 Punkte. Vor allem der Hang Seng Index und der Kospi präsentierten sich fest, während der Shanghai Composite und der ASX 200 zur Schwäche neigten.

Heute richtet sich der Fokus vor allem auf das BIP für das zweite Quartal in der Eurozone sowie auf die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA. Am Abend könnte zudem das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung (“Minutes”) für Impulse sorgen. Unternehmensseitig steht Stada mit dem Fristende zur Aktien-Andienung im Rahmen des Übernahmeangebots seitens Bain und Cinven im Blick. Nach US-Börsenschluss berichtet Cisco über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Quartal.

Produktideen auf Lufthansa
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0R6F BEST Turbo Bull Lufthansa Hebel: 5,9
CV0DKU BEST Turbo Bear Lufthansa Hebel: 4,4

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