Gold handelt am Morgen bei rund 1.270 USD je Feinunze und damit nur leicht über dem Tief von gestern. Unerwartet gute US-Einzelhandelsumsätze im Juli und ein ebenso überraschend guter Empire Manufacturing Index für August führten gestern zu einem festen US-Dollar und steigenden US-Anleiherenditen, die den Goldpreis unter Druck setzten. Gold erholte sich später aber wieder etwas, da der US-Dollar einen Teil seiner Gewinne wieder abgab. Die Gold-ETFs verzeichneten gestern den fünften Tag in Folge Zuflüsse, was den Preisrückgang wohl etwas gebremst hat. Heute Abend wird das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed vom Juli veröffentlicht. Dieses dürfte zeigen, dass die Meinungen innerhalb der Fed hinsichtlich künftiger Zinsschritte auseinandergehen. Darüber hinaus dürfte das Protokoll aber kaum neue Erkenntnisse bezüglich der weiteren Vorgehensweise der Fed bringen. Indien hat mit sofortiger Wirkung den Export von Goldprodukten mit einem Reinheitsgrad von über 22 Karat (91,67% Gold) verboten und damit ein Steuerschlupfloch geschlossen. Betroffen sind Schmuck, Münzen und Medaillen. Bislang brauchten Händler nur eine geringere oder gar keine Importsteuer auf Goldschmuck oder Goldmünzen entrichten, sofern sie dieses Gold wieder reexportiert hatten. Mit diesem Schritt versuchen die Behörden möglicherweise auch, ein erneutes Ausweiten des Leistungsbilanzdefizits zu verhindern, nachdem die Goldimporte Indiens in den letzten Monaten stark gestiegen waren.
Brent notiert am Morgen wieder bei gut 51 USD je Barrel, nachdem der Preis gestern Nachmittag fast bis auf 50 USD je Barrel fiel. Unterstützt wurde der Preisanstieg durch einen erneut kräftigen Rückgang der US-Rohöllagerbestände um 9,2 Mio. Barrel in der letzten Woche, welcher gestern nach Handelsschluss vom API berichtet wurde. Dies unterstützt die These vom voranschreitenden Abbau des Überangebotes in den USA, zumal der Lagerabbau auf weiterhin niedrige Importe zurückzuführen war. Die OPEC-Kürzungen bei den Lieferungen in die USA scheinen also die gewünschte Wirkung zu erzielen. Das US-Energieministerium berichtet die offiziellen Lagerdaten heute Nachmittag. Widersprüchliche Nachrichten gab es zuletzt aus Libyen. Bloomberg meldete einen Anstieg der Ölproduktion im größten Ölfeld des Landes, Sharara, auf 230 Tsd. Barrel pro Tag, Reuters dagegen einen weiteren Rückgang auf 130-150 Tsd. Barrel pro Tag. Wegen Sicherheitsproblemen am Ölfeld und eines Streits um Gehaltszahlungen von Hafenarbeitern, die das geförderte Öl auf
Tanker verladen, ist die Produktion seit dem Wochenende teilweise unterbrochen. Der nächstfällige Kohlefuture an der ICE notiert mit 85 USD je Tonne fast 5% höher als Anfang August bzw. 20% höher als im Jahrestief im März. Die Impulse sind vor allem im wichtigsten Nachfrageland China zu suchen, wo derzeit die (thermische) Stromproduktion wieder stark steigt. Doch dies ist teils witterungsbedingt. Chinas zuletzt rückläufige Kohleimporte deuten an, dass die Preisrally überhitzt ist. Im Juli lagen die Netto-Einfuhren mit knapp 19 Mio. Tonnen 2 Mio. Tonnen niedriger als im Vormonat. Den Importbedarf bremst die wieder höhere Kohleförderung. Diese ist von ihrem im Juni verzeichneten 19-Monatshoch zwar leicht zurückgekommen, liegt aber immerhin 8,5% höher als im Vorjahr.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV21LU | Bull | Brent-Öl Future | Hebel: 13,4 |
| CE9QVY | Bear | Brent-Öl Future | Hebel: 7,5 |
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