USD: Erleichterung am Markt und wohl auch bei der Fed: Die starken Einzelhandelsumsätze und der gute Empire Manufacturing Index haben dem USD gestern einen Schub gegeben. Daran dürften die Äußerungen des New York Fed Präsidenten William Dudley von Montag nicht ganz unschuldig sein. Dudley hatte verlautbaren lassen, dass er einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr unterstützen würde, wenn die Wirtschaft stark bleibt. Die gestrigen Daten waren dann ein erstes Anzeichen, dass das der Fall sein könnte, weshalb die marktbasierten Zinserwartungen für die Fed Funds Rate ihren letzten Rückgang auch wieder wettmachen konnten (Abb. 1). Für Freudenfeste gibt es jedoch nach wie vor keinen Anlass: Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember liegt noch immer unter 50% und das Rätsel der unerklärlich niedrigen Inflation bleibt auch für Dudley ein Thema. Mit dem vorsichtigen USD-Optimismus könnte es dementsprechend heute auch schon wieder vorbei sein. Die Fed Minutes der Juli-Sitzung, die heute Abend veröffentlicht werden, dürften dem Markt wieder einmal in Erinnerung rufen, dass die Meinungen im FOMC hinsichtlich künftiger Zinsschritte auseinandergehen, weil die Unsicherheit darüber, warum die Inflation zuletzt enttäuschte, von den verschiedenen Fed Gouverneuren als unterschiedlich relevant angesehen wird. Noch zeichnet sich nicht ab, welche der beiden Fraktionen die Oberhand behalten wird, worüber auch die heutigen Minutes keinen Aufschluss geben werden. Ein Zinsschritt im September ist praktisch vom Tisch, stattdessen wird der Fokus auf der anstehenden Bilanzreduzierung liegen. Und sollte bis dahin nicht die Inflation überraschend anziehen, bleiben USD-Gewinne vorerst begrenzt. Denn noch ist dem Markt einfach nicht klar, ob das Licht am Ende des Tunnels nicht vom herannahenden Zug stammt.
mmen mit unseren US-Ökonomen, die ihre Sicht teilen) Recht behält, wird die Lohninflation noch kommen. Dass aber der Markt seine Sicht zur Fed gerade jetzt nachhaltig revidiert, halte ich für unwahrscheinlich – angesichts der Persistenz, mit der er die bisherigen Fed-Zinserhöhungen eben nicht als Beginn eines Zins-Zyklus auffasste. Vorsicht also vor zu viel Dollar-Optimismus.
GBP: Wenn selbst eine Abwertung des Pfundes von mehr als 10% die Inflation kaum überschießen lässt, gibt es offensichtlich gewichtige konjunkturelle Faktoren, die die Inflation belasten. Nachdem die Inflationsrate für Juli gestern erneut hinter den Erwartungen zurückblieb, werden straffende Maßnahmen der Bank of England immer unwahrscheinlicher. Denn auch der heutige Arbeitsmarktbericht dürfte erneut ein enttäuschend schwaches Lohnwachstum ausweisen, das nicht dafür spricht, dass in nächster Zeit die Inflation deutlich anzieht oder wenigstens die Nachfrage von einem höheren Realeinkommen profitiert. Und damit fällt auch eines der wenigen GBP-positiven Argumente weg. Denn auch an der Brexit-Front herrscht überwiegend Ratlosigkeit, was für eine anhaltend hohe GBP-Risikoprämie spricht. Nach der gestrigen Veröffentlichung des Positionspapiers der britischen Regierung zur Zollunion äußerten sich britische Unternehmen zwar erleichtert, dass eine möglichst reibungslose Übergangsphase angestrebt wird. Die Reaktion der EU war jedoch verhaltend, womit auch weiterhin unklar ist, wie intensiv die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien gestaltet werden können. Und solange sich diesbezüglich keine Lösung abzeichnet, bleiben wir mit Blick auf das Pfund vorsichtig.
Sind Sie der beste “Trader 2017”? Dann beweisen Sie es und gewinnen Sie einen Jaguar F-PACE!
Acht Wochen lang sucht die Commerzbank den besten Trader 2017. Bereiten Sie sich im Online-Börsenspiel auf die Realität am Aktienmarkt vor und gewinnen Sie einen Jaguar F-PACE, wöchentlich 2.222 Euro und eins von acht iPhone 7. Bereits jetzt kostenfrei anmelden und viele Vorteile sichern.
Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.
Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.