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09.08.17, 09:19

Vorsicht vor zu viel Dollar-Optimismus

USD: Gestern veröffentlichte das Bureau of Labor Statistics eine Zahl, die häufig vom Markt ignoriert wird: die Anzahl der offenen Stellen in den USA. Mit 6,163 Millionen offenen Stellen im Juni übertraf die Zahl die Erwartungen der im Vorfeld befragten Ökonomen bei weitem und konnte dem US-Dollar zeitweise gehörigen Auftrieb verleihen. Verständlich, denn viele offene Stellen sind üblicherweise der Vorbote für steigenden Lohndruck, der wiederum üblicherweise höhere Gesamtinflation erzeugt und der Fed Spielraum für Zinserhöhungen ermöglicht – was gut für den Dollar wäre. Die Datenveröffentlichung war daher ein Warnsignal für den Markt, der weiterhin keine Fortsetzung des seit Dezember laufenden Zinserhöhungszyklus der Fed erwartet – das wichtigste Argument für die gegenwärtige USD-Schwäche.

Freilich ist aus zwei Gründen Vorsicht geboten. (1) Die Quote der offenen Stellen beträgt 4,0% – ein hoher Wert, aber nicht höher als vor Jahresfrist. (2) Schon seit einiger Zeit schlägt sich der zunehmend rund laufende Arbeitsmarkt nicht nur in Form einer wesentlich niedrigeren Arbeitslosenquote in den amtlichen Statistiken nieder, sondern auch in Form einer hohen Quote offener Stellen (die sogenannte Beveridge-Kurve, siehe Abb. 1). Dennoch blieb bislang die Lohninflation bescheiden. Der unterliegende Trend der durchschnittlichen Stundenlöhne beträgt im Juni und Juli gerade einmal knapp 2,5%. Zum Vergleich: Anfang 2007, als die Arbeitslosenquote ähnlich niedrig war (und die Quote der offenen Stellen „nur“ 3,3% betrug!) wuchsen die Löhne mit einer Jahresrate von über 4%. „Normal“ sieht die US-Lohnentwicklung noch lange nicht aus – erst recht nicht angesichts der gestrigen Zahl vom US-Arbeitsmarkt.

Wenn die Fed (zusammen mit unseren US-Ökonomen, die ihre Sicht teilen) Recht behält, wird die Lohninflation noch kommen. Dass aber der Markt seine Sicht zur Fed gerade jetzt nachhaltig revidiert, halte ich für unwahrscheinlich – angesichts der Persistenz, mit der er die bisherigen Fed-Zinserhöhungen eben nicht als Beginn eines Zins-Zyklus auffasste. Vorsicht also vor zu viel Dollar-Optimismus.

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CHF: Ein Thema kam über Nacht auf den Tisch zurück: die Risikoaversion. Und klassischerweise profitierten davon insbesondere der Yen und der Franken. Die Sorgen über den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA haben die beiden Währungen über Nacht deutlich aufwerten lassen. Wie gut für die SNB, dass der CHF von vergleichsweise niedrigen Niveaus gestiegen ist. Aber die schnelle und heftige Reaktion des Franken auf steigende Risikoaversion zeigt, dass sich die SNB nicht zurücklehnen kann. Sie wird deshalb meines Erachtens ihre Strategie weiter verfolgen, den Franken in günstigen Momenten mit möglichst geringem Interventionseinsatz zu schwächen. Das heißt: entspannt sich die Lage wieder, kann EUR-CHF auch zügig wieder über 1,14 steigen.

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