Die Ölpreise legen am Morgen zu. Brent steigt auf 52,5 USD je Barrel, WTI auf 49,7 USD je Barrel. Sie profitieren von der Ankündigung Saudi-Arabiens, seine Öllieferungen an alle Abnehmer im September um mindestens 520 Tsd. Barrel pro Tag zu reduzieren. Die Lieferungen nach Asien sollen dabei um bis zu 10% niedriger ausfallen. Diese Ankündigung ist insofern bemerkenswert, da die heimische Nachfrage im September zurückgeht, so dass bei unveränderter Produktion mehr Rohöl für den Export zur Verfügung steht. Saudi-Arabien versucht derzeit offensichtlich mit allen Mitteln, die Ölpreise auf einem einträglichen Niveau zu halten. Vor zwei Wochen hatte Energieminister al-Falih verlauten lassen, dass die Ölexporte im August auf 6,6 Mio. Barrel pro Tag fallen würden und hatte damit für einen kräftigen Ölpreisanstieg gesorgt. Es ist allerdings nicht klar, auf was für eine Referenz sich
die besagte Kürzung im September bezieht. Eine Kürzung vom August-Niveau würde die Exporte auf 6,1 Mio. Barrel pro Tag fallen lassen, was unseres Erachtens unrealistisch erscheint. China hat bereits im Juli deutlich weniger Rohöl importiert. Laut Zollbehörde beliefen sich die Einfuhren auf 8,18 Mio. Barrel pro Tag. Das waren 7% weniger als im Vormonat und das niedrigste Volumen seit Januar. Offensichtlich haben die Raffinerien in den letzten Monaten über Bedarf importiert und bauen nun ihre Bestände ab. Ein Signal für die Wirksamkeit der OPEC-Kürzungen lässt sich daraus nicht ablesen, da die OPEC-Exporte im Juli laut Datenanbieter Kpler auf das höchste Niveau in diesem Jahr und laut Reuters auf das höchste Niveau seit mindestens Anfang 2015 gestiegen sind.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV0UL0 | Long | WTI-Öl Future | Faktor: 15 |
| CV0UL1 | Short | WTI-Öl Future | Faktor: -15 |
Gold profitiert kaum vom wieder schwächeren US-Dollar und handelt bei rund 1.260 USD je Feinunze. Die Türkei hat laut Angaben der Istanbuler Goldbörse im Juli mit 62,8 Tonnen eine rekordhohe Menge Gold importiert. Gemäß Bloomberg-Berechnungen war dies 13-mal so viel wie im Vorjahr. In den ersten sieben Monaten des Jahres stiegen die Importe demnach im Vergleich zum Vorjahr um das 7-fache auf 237 Tonnen. Die höheren Importe könnten mit den politischen Unwägbarkeiten im Land zusammenhängen, im Zuge derer Gold offenbar als sicherer Hafen gefragt ist. Auch könnte die Einführung einer Importsteuer auf Goldschmuck von 5% in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Jahresbeginn eine Rolle spielen. Dadurch könnte Gold anstelle nach Dubai in die Türkei fließen. Es dürfte sich aber nicht nur um eine hohe Konsumentennachfrage handeln, sondern auch die türkische Zentralbank dürfte hieran teilhaben. Denn sie hat in diesem Jahr bislang in jedem Monat ihre Goldreserven aufgestockt. Dagegen hat die chinesische Zentralbank (PBoC) offiziellen Angaben zufolge auch im Juli kein Gold gekauft. Dies war bereits der neunte Monat in Folge, in dem sie ihre Goldreserven nicht weiter aufgebaut hat. Über die Gründe der Kaufzurückhaltung kann man nur spekulieren, zumal die Goldreserven Chinas im internationalen Vergleich weiter sehr niedrig sind. Auf der einen Seite liegen die Währungsreserven Chinas immer noch unter dem Niveau von Ende Oktober, obwohl sie in den letzten Monaten gestiegen sind. Auf der anderen Seite haben abschmelzende Währungsreserven die Zentralbank in den Monaten davor nicht von Goldkäufen abgehalten.
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