Energie: Der Ölpreisanstieg gestern war wieder nicht von Dauer, wobei der erneute Angriff auf die 53 USD-Marke scheiterte und Brent trotz eines schwächeren US-Dollar wieder unter
52 USD je Barrel fiel. Es ist aus vielerlei Hinsicht von Bedeutung, dass der Brentölpreis gemessen in EUR seit Jahresbeginn rund 20% verloren hat. Zum einen hat sich der Ölpreis in der Vergangenheit oft konträr zum US-Dollar verhalten. Zum anderen ist die OPEC von Importen aus Europa abhängig, weshalb die OPEC die EUR-Ölpreise intensiv betrachtet und der Preisrückgang sie vor weitere Probleme stellt. Die Juli-Ölexporte aus der OPEC sind laut Thomson Reuters erneut um 370 Tsd. Barrel ggü. Juni auf rekordhohe 26,11 Mio. Barrel gestiegen, obwohl Saudi-Arabien, Kuwait und Katar ihre Exporte um fast 400 Tsd. Barrel täglich reduzierten. Man konnte zuletzt erkennen, dass vor allem Saudi-Arabien nichts unversucht lässt, um den Ölpreis zu stützen. Dazu passt auch der Bericht von Bloomberg, dass sich der saudische Ölminister Al-Falih jüngst mit führenden Rohstofffondsmanagern getroffen und die OPEC-Ölstrategie diskutiert hat. In der Vergangenheit haben die Vertreter der Ölindustrie die Finanzinvestoren meist als unnötigen Störfaktor angesehen. Wir sind jedoch überzeugt, dass all die Maßnahmen, die die OPEC zur „Preisstabilisierung“ unternehmen wird – höhere Förderdisziplin, niedrigere Exporte oder eine Verlängerung des
OPEC-Abkommens – mittel- bis langfristig zum Scheitern verurteilt sind. Solange die US-Schieferölproduzenten in der Lage sind, ihre Produktion kostengünstig auszuweiten, agieren sie und nicht die OPEC als Grenzproduzenten und bestimmen folglich auch den Preis.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV0UL0 | Long | WTI-Öl Future | Faktor: 15 |
| CV0UL1 | Short | WTI-Öl Future | Faktor: -15 |

Edelmetalle: Ein zweiter Blick auf die gestern vom World Gold Council (WGC) veröffentlichten Daten zur Goldnachfrage zeigt, dass die Zentralbanken im ersten Halbjahr 177 Tonnen Gold gekauft haben, 95 Tonnen davon im zweiten Quartal. Vor allem Russland, Kasachstan und die Türkei hatten in den letzten Monaten Gold gekauft. Für das Gesamtjahr geht der WGC von Zentralbankkäufen in Höhe von 350-450 Tonnen aus. Dies wäre ein starkes Ergebnis, da die chinesische Zentralbank in diesem Jahr bislang überhaupt kein Gold gekauft hat. Im letzten Jahr hatten die Zentralbanken ihre Goldreserven um 390 Tonnen aufgestockt. In Bezug auf Indien erwartet der WGC offenbar keine lang anhaltende Kaufzurückhaltung nach der Einführung der Mehrwertsteuer am 1. Juli. Nachdem die Nachfrage im ersten Halbjahr mit knapp 300 Tonnen 30% über dem Vorjahr lag, soll sie sich im zweiten Halbjahr auf bis zu 450 Tonnen belaufen. Wesentlich unterstützt werden soll sie dabei durch eine gute Monsunsaison, die die Einkommen der ländlichen Bevölkerung erhöht. Hierzu gibt es allerdings auch andere Meldungen aus Indien (siehe auch Agrarrohstoffe auf Seite 2). Das Goldangebot wiederum ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 10% gesunken. Dies lag an einer um 20% geringeren Verfügbarkeit von Altgold. Im letzten Jahr wurde laut WGC allerdings außergewöhnlich viel Gold recycelt, da der Goldpreis in der ersten Jahreshälfte stark gestiegen war. Dies hat sich jetzt wieder normalisiert. Die Minenproduktion lag dagegen fast genau auf dem Niveau des Vorjahres.
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