USD: Loretta Mester senkt ihre Einschätzung für die natürliche Arbeitslosenquote angesichts
der bisher schwachen Inflation. John Williams ist „frustriert“ über die USInflationsentwicklung.
Und James Bullard spricht sich angesichts des mageren Preisdrucks
gleich ganz gegen weitere Zinserhöhungen auf kurze Sicht aus. Die US-Notenbanker mögen
dem USD aktuell nicht stützend zur Seite springen. Eine gute Nachricht gibt es ja: Viel
pessimistischer kann der Markt im Hinblick auf US-Zinserhöhungen nicht mehr werden – er
preist schließlich gerade einmal etwa 1 ½ Schritte bis Ende 2018 ein –, so dass zumindest
kein weiterer starker Gegenwind für die US-Währung von dieser Seite zu erwarten ist. Das
gilt freilich nicht für die Trump-Regierung, die das Land zunehmend vom Rest der Welt zu
isolieren scheint.
GBP: War die Zinssenkung der Bank of England (BoE) fast genau vor einem Jahr ein Politikfehler?
Einige Marktteilnehmer dürften durchaus dieser Meinung sein. So hat die scharfe
Abwertung des britischen Pfunds die Inflation mittlerweile über das Notenbankziel hinaus
getrieben. Gleichzeitig hat die Unsicherheit im Zusammenhang mit der damaligen Brexit-
Entscheidung die Wirtschaft bei weitem nicht so stark belastet, wie es die BoE zu dem Zeitpunkt
befürchtet hatte. Selbst aus den Reihen der Notenbank sind vor diesem Hintergrund
inzwischen vermehrt Stimmen für eine baldige Zinserhöhung lauter geworden. Doch der
Brexit ist nicht vollkommen spurlos an der Wirtschaft vorbeigegangen. Das Wachstum hat
sich im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich abgeschwächt, im Wesentlichen aufgrund
schwächerer Konsumausgaben. Ein großer Unsicherheitsfaktor bleibt unserer Ansicht nach
vor allem aber das Investitionsverhalten der Unternehmen. Bisher ist kein größerer Einbruch
der Investitionen festzustellen. Das mag aber damit zusammenhängen, dass lange nach
dem EU-Votum angezweifelt wurde, dass es überhaupt zu einem Brexit kommen würde.
Nun, da klar ist, das Großbritannien im März 2019 die EU verlassen wird und aktuell vollkommen
ungewiss ist, wie eng die (Handels-) Beziehung danach bleibt, besteht durchaus
das Risiko, dass Unternehmen Investitionsentscheidungen vermehrt aufschieben, was das
Wachstum nochmals stärker belasten würde. Wir gehen daher davon aus, dass die BoE
ihren Leitzins auf absehbare Zeit unverändert belassen wird, wobei wir nicht vollkommen
ausschließen würden, dass sie angesichts der erhöhten Inflation einen symbolischen Zinsschritt
vornimmt – Betonung auf symbolisch. Denn aufgrund des unsicheren Konjunkturausblicks
bezweifeln wir, dass sie es wagen würde, einen Zinserhöhungszyklus in Aussicht zu
stellen – nur das zählt aber für die Währung. Sollte die BoE heute einen baldigen Zinsschritt
signalisieren bzw. sich mehr MPC-Mitglieder für eine Erhöhung aussprechen, würden wir
dies daher zunächst nicht als nachhaltig positives Signal für das Pfund werten
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