EUR/USD notiert aktuell bei 1,1341 und veränderte sich somit zur vorherigen Berichtswoche um -0,7 %. Der Dollarindex erreichte zu Beginn der Berichtswoche ein neues Neunmonatstief, was dafür spricht, dass die Märkte auch in Ländern außerhalb der USA mit einer Straffung der Geldpolitik rechnen. Der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes für den Euroraum erreichte ein Sechsjahreshoch und stärkte damit den Euro zum Wochenschluss. Dem Euro machte zum Wochenstart jedoch der Anstieg des ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe (57,8; Konsens: 55,2) aus den USA zu schaffen. Veröffentlichte Wachstumszahlen (BIP: 1,4 % QoQ; Konsens: 1,2 %) aus den USA stärkten den Dollar zusätzlich. Die kommende Berichtswoche steht zunächst im Zeichen des G20-Gipfels in Hamburg. Mit Spannung werden vor allem Äußerungen von US-Präsident Donald Trump hinsichtlich seiner weiteren Handelspolitik erwartet. Am Freitag (07.07.) stehen die US-Arbeitsmarktdaten für Juni an.
EUR/GBP notiert derzeit bei 0.8765 und bleibt damit gegenüber der Vorwoche nahezu unverändert. Positive Impulse kamen in der Eurozone von starken PMI-Daten sowie vom Verbraucherpreisindex, der in seiner Schätzung in der Eurozone (1,3 %, Konsens:1,2 %, YoY) die Erwartungen übertraf. Die britischen PMI-Daten blieben zwar unter den Erwartungen, befinden sich aber dennoch auf einem hohen Niveau. In der kommenden Berichtswoche steht der mit Spannung erwartete G20-Gipfel auf der Agenda, wo ein besonderes Augenmerk auf handelspolitische Äußerungen von Seiten der USA gelegt werden sollte. Außerdem wird BoE Chef Mark Carney wieder eine Rede halten (7.7.), aus der vielleicht deutlich wird, wie ernst seine Aussage von Ende Juni ist, dass bald mit einer Zinserhöhung zu rechnen sei. Die Brexit-Verhandlungen sollen erst übernächste Woche weitergeführt werden (17.07.).
USD/JPY notiert gegenwärtig bei 113,20 und stieg somit um 0,7 % im Vergleich zur vorigen Berichtswoche. Damit erreicht das Devisenpaar ein Siebenwochenhoch. Verantwortlich für die Schwäche des Yen gegenüber dem Greenback ist die gute Stimmung unter den Einkaufsmanagern in den USA. Der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe erreichte mit 57,8 Punkten (Konsens: 55,2) den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Der konjunkturelle Optimismus sowie das Protokoll der letzten Fed-Sitzung stützen unsere Prognose einer weiteren Leitzinsanhebung in den USA in diesem Jahr. Allerdings zeichnet sich auch in Japan eine Verbesserung der konjunkturellen Lage ab. Der Tankan-Bericht der Bank of Japan fiel für das Verarbeitende Gewerbe so positiv aus wie seit März 2014 nicht mehr (17 Punkte). Jedoch ist angesichts einer Kerninflation im Mai von 0 % (YoY) das Deflationsrisiko in Japan weiterhin hoch. In der kommenden Berichtswoche könnten wieder verstärkt geopolitische Themen den Wechselkurs treiben. So soll auf dem G20-Gipfel u.a. beraten werden, wie man mit Nordkorea umgehen soll.
Das Devisenpaar EUR/CHF wird gegenwertig bei 1,0950 EUR/CHF gehandelt, was einer Aufwertung des Euros von 0,1 % zur vorherigen Berichtswoche entspricht. Dabei profitierte die europäische Einheitswährung von guten konjunkturellen Daten aus dem Währungsraum. Auch zeigen geopolitische Krisen, wie das Kräftemessen zwischen den USA und Nordkorea, nur geringe Auswirkungen auf den Schweizer Franken. Wir glauben, dass der anstehende G20-Gipfel in Hamburg durchaus über Potenzial verfügt, den Schweizer Franken gegenüber dem Euro aufzuwerten.
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