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09.06.17, 17:50

Wahl in Großbritannien bringt keine Zeit zum Durchschnaufen

Mit diesem Ausgang der britischen Unterhauswahlen hat kaum jemand gerechnet. Am allerwenigsten wohl Premierministerin Theresa May. Schließlich hat sie die Briten ohne Not vorzeitig zu den Wahlurnen gerufen. Nur gut, dass sich Anleger am Freitag von dem angerichteten Schlamassel nicht irritieren ließen.

Das war heute los. Anders als am vergangenen Freitag reichte es im DAX heute nicht für ein neues Allzeithoch. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich Börsianer hierzulande nicht durch den Ausgang der Wahlen in Großbritannien haben durcheinanderbringen lassen. Die verkürzte Handelswoche fand trotz all der Aufregung ein versöhnliches Ende.

Das hat überrascht. Die Tory-Partei ist ihre absolute Mehrheit im britischen Unterhaus los. Theresa May und ihre Parteikollegen sind nun auf die Stimmen der nordirisch-unionistischen Partei DUP angewiesen. Noch schwerer wiegt der Schlag wohl im Hinblick auf die am 19. Juni startenden Brexit-Verhandlungen Großbritanniens mit den anderen 27 EU-Staaten. Der Plan von Theresa May sah vor, gestärkt aus den Wahlen hervorzugehen, um sich das „OK“ der Bevölkerung auch für einen so genannten harten Brexit abzuholen, falls sich die Verhandlungsführer der EU unnachgiebig zeigen und die Verhandlungen damit ergebnislos scheitern sollten. Dieses Vorhaben ist gründlich danebengegangen.

Während Theresa May und die Tories alles andere als erfreut über den Ausgang der Unterhauswahlen sein dürften, dürfte die Wirtschaft nicht ganz so enttäuscht sein. Die unsichere politische Lage sollte, ähnlich wie im Fall der Brexit-Abstimmung, das Pfund schwächen. Dies kommt wiederum den Exporteuren und dem Aktienmarkt zugute. Darüber hinaus scheint ein harter Brexit nun weniger wahrscheinlich. Gut für Unternehmen, deren Handelsbeziehungen innerhalb der EU weit verzweigt sind. 

Das waren die Tops & Flops. Trotz des überraschenden Ausgangs der britischen Unterhauswahlen und der nun herrschenden Unsicherheiten konnte der DAX leicht zulegen. Die Aktie des Zementherstellers HeidelbergCement setzte sich dabei an die Indexspitze. E.ON und RWE waren dagegen am Indexende zu finden. Anleger wollten offenbar ihre Gewinne mitnehmen, nachdem die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die Brennelementesteuer für verfassungswidrig zu erklären, die beiden Versorgertitel in den vergangenen Tagen beflügelt hatte.

Das steht am Sonntag und Montag an. Es geht Schlag auf Schlag weiter. Anleger konnten noch nicht einmal die Wahlen in Großbritannien verarbeiten, und schon müssen sie sich mit den nächsten wichtigen Wahlen beschäftigen. Mit Emmanuel Macron hat Frankreich einen europa-freundlichen Präsidenten erhalten. Am 11. und 18. Juni finden bereits die französischen Parlamentswahlen in zwei Runden statt. Ein wichtiger Test für Emmanuel Macron, der eine Mehrheit in der Nationalversammlung braucht, um wichtige Gesetzesvorhaben zu verwirklichen.


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