Das war heute los. Nachdem der DAX zum Auftakt der verkürzten Handelswoche die jüngsten Gewinne ausradiert hatte, zeigte sich das wichtigste deutsche Börsenbarometer am Mittwoch nur wenig bewegt. Offenbar warten Anleger gespannt auf den morgigen Donnerstag, mit der Wahl in Großbritannien, der EZB-Sitzung und wichtigen Terminen für die US-Regierung. Doch auch am Mittwoch ging es hoch her.
Das war überfällig. In erster Linie beschäftigten sich Anleger am deutschen Aktienmarkt mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Zwischen 2011 und 2016 mussten die Versorger E.ON, RWE & Co die so genannte Brennelementesteuer an den Staat abführen. Diese ist jedoch aus Sicht der Karlsruher Richter verfassungswidrig. Mehr als 6 Mrd. Euro könnten damit zurück in die Taschen der Konzerne fließen. E.ON allein würde rund 2,85 Mrd. Euro zurückerhalten, während Zinsen in Höhe von etwa 450 Mio. Euro angefallen sein sollen. Bei RWE sollen es immerhin noch 1,7 Mrd. Euro sein.
Das waren die Tops & Flops. Kein Wunder, dass angesichts eines solchen Geldregens die Aktien von E.ON und RWE durch die Decke gingen und am Mittwoch mit großem Abstand die Spitzenpositionen im DAX besetzten. Dabei laufen die Aktien von RWE nicht erst seit heute gut. Mit einem Kursplus von mehr als 50 Prozent ist die RWE-Aktie im bisherigen Jahresverlauf der Top-Performer in der ersten deutschen Börsenliga.
Das steht morgen an. Endlich ist es so weit. In Großbritannien stehen die vorgezogenen Unterhauswahlen an. Anleger schauen gespannt darauf, ob Theresa May Premierministerin bleiben kann. Der Ausgang der Wahlen ist vor allem im Hinblick auf die kommenden Brexit-Verhandlungen wichtig. Vor fast genau einem Jahr konnten wir sehen, wie sehr der Brexit die Märkte durcheinander bringen kann. Warten wir ab, wie es nach den Wahlen weitergeht.
Die britischen Wahlen sind jedoch nicht das einzige Ereignis, das Anleger im Blick behalten sollten. Es ist wieder einmal Zeit für eine EZB-Sitzung. Notenbankchef Mario Draghi wird die Gelegenheit nutzen, sich allgemein zur Geldpolitik, der Konjunktur oder der Inflation in der Eurozone zu äußern. Eine Normalisierung der Geldpolitik à la Fed dürfte jedoch noch etwas auf sich warten lassen.
Darüber hinaus wird Ex-FBI-Chef James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. Dabei wird es unter anderem um US-Präsident Donald Trump gehen. Dies ist deshalb so wichtig, da ein wichtiger Teil der jüngsten Aktienmarktrallye eben Donald Trump und den von ihm versprochenen Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen zugeschrieben wird (Stichwort: Trump-Rallye). Die politischen Turbulenzen in Washington machen solche Vorhaben dagegen unwahrscheinlicher.
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