Mit dem Sieg des als europafreundlich geltenden Politikers Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen und der Aussicht auf eine Fortsetzung der Kanzlerschaft Angela Merkels in Deutschland scheinen die politischen Risiken für die Aktienmärkte hierzulande weniger geworden zu sein. Selbst die Dauerthemen Brexit und Griechenland scheinen niemandem mehr Angst einzujagen. In den USA sieht es dagegen anders aus. Gerade ist Präsident Donald Trump von einer langen Reise zurückgekehrt, die ihn in den Nahen Osten, den Vatikan und zu wichtigen Partnern in Europa geführt hat. Mit dieser Reise wollte der Immobilienmogul die Probleme zu Hause hinter sich lassen. Dies gelang jedoch nicht. Zudem verärgerte er die europäischen Partner, zum Beispiel mit Geldforderungen an die NATO-Partner oder der harschen Kritik an Deutschlands Handelsüberschüssen.
Donald Trump und die neue US-Regierung müssen sich zu Hause fast täglich mit neuen Enthüllungen in der Russland-Affäre beschäftigen. Politiker beider großen Parteien beschäftigen sich inzwischen mit diesem Thema und den verschiedenen Untersuchungen. Daher ist es fraglich, ob die von Trump im Wahlkampf versprochenen Steuererleichterungen oder milliardenschweren Infrastrukturinvestitionen wie versprochen umgesetzt werden können. Es ist ein Enttäuschungspotenzial gegeben, das die Kursrallye im S&P 500 gefährden könnte.
Die gute Nachricht ist zumindest, dass Investoren inzwischen offenbar mit den politischen Turbulenzen in Washington besser zurechtkommen als noch vor wenigen Wochen. Schließlich konnte der S&P 500 sein kurzfristiges Kurstief überwinden und noch vor dem verlängerten Memorial-Day-Wochenende auf ein frisches Allzeithoch klettern. Dabei konzentrierten sich Investoren offenbar auf die guten Unternehmensnachrichten und weniger auf die Störgeräusche aus Washington.
US-Konzerne überzeugten mit ihren jüngsten Quartalsberichten. Laut FactSet-Daten haben die Unternehmen aus dem S&P 500 im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr deutliche Gewinnsteigerungen erzielt, während die Markterwartungen geschlagen wurden. Außerdem werden für den Rest des Jahres von Analystenseite weitere Gewinn- und Umsatzverbesserungen in Aussicht gestellt. Damit könnten auch die Kurse im S&P 500 weiter beflügelt werden. Zumindest so lange nicht wieder die Turbulenzen in Washington in den Anlegerfokus geraten.
Interessant ist weiterhin auch der Blick auf die US-Notenbank Fed und die Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Am 24. Mai wurden die Protokolle der letzten Notenbanksitzung veröffentlicht. Dabei wurde von einer „baldigen“ Straffung der Geldpolitik gesprochen. Die Leizinsen könnten bereits bei der nächsten Sitzung Mitte Juni angehoben werden. Allerdings wurde bekannt, dass einigen US-Währungshütern die Normalisierung der Geldpolitik ein wenig zu schnell vorangeht. Eine fehlende einheitliche Linie in der Fed könnte Investoren erneut verunsichern.
Spekulative Anleger, die steigende Notierungen im S&P 500 erwarten, könnten mit einem Wave Call der Deutschen Bank (WKN DM390K, Laufzeit bis zum 30.10.2017) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 4,89; die Knock-Out-Schwelle bei 1.920,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave Put der Deutschen Bank (WKN DM39VK, aktueller Hebel 4,35; Knock-Out-Schwelle bei 2.960,00 Punkten; Laufzeit bis zum 30.10.2017) auf fallende S&P 500-Notierungen setzen.
Stand: 30.05.2017
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