Die Ölmärkte haben sich im Verlauf der Handelswoche von den kräftigen Preisrück-gängen in der vergangenen Woche wieder erholen können. Nachdem die Preise in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ihrer Kapitulation (Brent fiel auf weniger als 47 USD zurück) nahe waren, konnten sie sich seither wieder auf aktuell 50,2 US-Dollar/Barrel erholen. Unterstützung erhielten die Preise für den wichtigen Rohstoff dabei vor allem durch positive Fundamentaldaten wie den US-Öllagerbeständen. Das US-Energieministerium (EIA) berichtete für die vergangene Woche den fünften Abbau bei den Öllagern in Folge und zugleich den stärksten Rückgang in 2017 (-5,3 Mio. Barrel). Weiterhin vermeldete die EIA einen Rückgang bei den Benzinbeständen. Diese hatten die Marktteilnehmer in den vergangenen Wochen enttäuscht und somit zur negativen Stimmung an den Ölmärkten beigetragen.
Zudem gab es preisstützende Kommentare seitens der OPEC. Der saudische Energie-minister sprach davon, alles Erforderliche zu tun, damit die Lagerbestände zurück auf den 5-Jahresdurchschnitt fallen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist verschiedenen OPEC-Quellen zufolge auch eine Verlängerung der Kürzungen über das Jahresende hinaus bis in das 1. Quartal 2018 im Gespräch. Sollte das Kartell tatsächlich auf seiner am 25. Mai in Wien stattfindenden Sitzung eine neunmonatige Verlängerung der Kürzungen be-schließen, wäre ein Anstieg der Ölpreise auf rund 60 US-Dollar/Barrel denkbar. Da die Lagerbestände weltweit rückläufig sind und der Markt nahezu im Gleichgewicht ist, dürfte die OPEC unserer Ansicht nach einen Preisanstieg auslösen, der sich im kom-menden Jahr bitter rächen würde. Bei Ölpreisen von ca. 60 US-Dollar/Barrel ist die US-Schieferölindustrie dazu in der Lage, die Fördermenge vom heutigen Niveau aus um weitere 1,5 Mio. Barrel zu steigern.
Unterstützung für unsere Prognose bzgl. der US-Ölförderung erhalten wir durch die Anpassung der Projektionen durch die US-Energiebehörde. Diese hat in ihrem Monats-report ihre Schätzung für die US-Rohölproduktion in diesem Jahr um 90 Tsd. Bar-rel/Tag nach oben revidiert und erwartet nun einen Anstieg um 440 Tsd. auf durch-schnittlich 9,31 Mio. Barrel/Tag. Insbesondere die Produktionsschätzungen für die kommenden Monate wurden deutlich angehoben. Die Produktion soll 2018 ein Re-kordniveau von durchschnittlich 9,96 Mio. Barrel/Tag erreichen. Zudem dürfte es zu einer Angebotsausweitung in Ländern wie Brasilien kommen. Das lateinamerikanische Land vermeldete bereits für den Monat März einen überraschenden Anstieg der Ölpro-duktion um 12 % YoY. Auch andere „low-cost“-Produzenten außerhalb der OPEC soll-ten verstärkt Anreize haben, aus den Kürzungen Kapital zu schlagen.
Angesichts der nahenden OPEC-Sitzung und des sichtbar anhaltenden Abbaus bei den US-Ölvorräten versprechen wir uns Unterstützung für die Ölpreise in den kommenden Tagen.
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