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11.05.17, 18:15

Devisen weekly:Yen und Schweizer Franken verlieren nach Macrons Sieg. Der Euro kann sich nicht über 1,10 US-Dollar halten. Optimismus in den USA für das zweite Quartal.

Der Euro wird derzeit bei 1,088 US-Dollar gehandelt und befindet sich auf dem selben Stand zur vorigen Berichtswoche. Erstmals seit November konnte der Euro zeitweise die Marke von 1,10 US-Dollar überschreiten. Grund dafür war die Wahl Emmanuel Macrons zum französischen Präsidenten. Da sein Sieg erwartet worden war und bereits im Vorfeld der Wahl den Euro gestützt hatte, sammelten nun viele Devisenhändler ihre Gewinne ein und der Euro wertete leicht ab. In den USA sorgte derweil die Veröffentlichung der Ar-beitsmarktdaten für Optimismus. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,4 % (Konsens: 4,6 %) herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Außerdem konnten im April deutlich mehr Stel-len als erwartet geschaffen werden (211.000, Konsens: 185.000). All das deutet auf ein stärkeres zweites Quartal hin. Ob dieser Trend weitergeht, wird sich in der nächsten Be-richtswoche zeigen, wenn ein weiteres Puzzleteil im Konjunkturbild, die Einzelhandels-umsätze für April, veröffentlicht werden (12.05.).

Das USD/JPY-Währungspaar notiert gegenwärtig bei 114,1 und stieg somit um 1,3 % ge-genüber der vorigen Berichtswoche. Nach einem konjunkturell schwachen ersten Quartal überwiegt wieder Optimismus. Das macht eine Leitzinserhöhung im Juni wahrschein-lich. Gemessen an den Fed Fund Futures ist ein Schritt im Juni voll eingepreist. Nach dem Sieg Emmanuel Macrons bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich verlor der Yen weiter an Wert. Zwar war durch seine starken Umfragewerte der Wahlsieg größtenteils bereits eingepreist, aber offensichtlich hat der tatsächliche Sieg noch weitere Gemüter beruhigt. Die Abwertung könnte zudem mit neuen Wirtschaftsdaten zu tun haben: So ist die Entwicklung des Realeinkommens in Japan enttäuschend ausgefallen (-0,8 %, YoY). Das dämpft die Nachfrage und drückt auf die inländische Konjunktur.

Das Währungspaar EUR/GBP notiert derzeit bei 0,841 und wertete zur vorherigen Be-richtswoche um 0,7 % ab. Der Ausgang der Frankreich-Wahl führte zu keinen Turbulen-zen am Devisenmarkt, da die Marktteilnehmer das Ereignis auf Basis der Umfragewerte richtig antizipiert hatten. Somit wertete das Währungspaar nur kurzfristig auf. Im weite-ren Wochenverlauf konnte eine Abwertung des Euro nicht verhindert werden. Grund da-für waren Spekulationen, dass mehrere Mitglieder des geldpolitischen Komitees der BoE (11.05.) für eine Zinsanhebung stimmen werden. Obwohl die derzeit hohe Inflationsrate (2,3% YoY im März), diese Idee stützt, scheint sie aufgrund des niedrigen BIP-Wachstums im ersten Quartal (0,3 % QoQ) unwahrscheinlich. Mittelfristig könnten das Abschneiden der Partei „En Marche !“ bei der Wahl der französischen Nationalversamm-lung (11.06.) sowie die britischen Neuwahlen (08.06.) ausschlaggebend sein.

Der Euro notiert bei 1,097 Schweizer Franken (niedrigster Stand seit Oktober 2016) und wertete zur letzten Berichtswoche um 1,3 % auf. Die aktuelle Stärke des Euro lässt sich auf die abnehmenden Risiken im Euroraum durch den Wahlsieg Macrons sowie die gute wirtschaftliche Lage der Eurozone zurückführen. Wir gehen davon aus, dass die EZB ihr Anleihekaufprogramm ab Januar 2018 schrittweise zurückfahren wird und dies somit den Schweizer Franken entlasten sollte.


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