Der DAX hat sich seit Anfang 2017 sehr gut entwickelt. Kurz nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen schoss das wichtigste deutsche Börsenbarometer sogar auf neue Rekordstände. Allerdings konnten nicht sämtliche im deutschen Leitindex enthaltenen deutschen Blue Chips in gleicher Weise zu diesen Erfolgen beitragen. Im bisherigen Jahresverlauf haben sich vor allem die Autowerte im Vergleich zu den anderen Indexmitgliedern schwach entwickelt, insbesondere die Premiumhersteller Daimler und BMW. Dabei hatten gerade sie mit positiven Nachrichten in Bezug auf Absätze und die Profitabilität überzeugen können.
Daimler meldete die jüngsten Geschäftsergebnisse am 26. April. Demnach haben die Schwaben mit 754.300 (Vorjahr 683.900) verkauften Pkw und Nutzfahrzeugen erneut einen Bestwert beim Konzernabsatz in einem ersten Quartal erzielt. Dazu haben vor allem die jeweiligen Rekordabsätze von Mercedes-Benz Cars mit 568.100 Einheiten (+14 Prozent) und Mercedes-Benz Vans mit 86.800 Fahrzeugen (+13 Prozent) beigetragen. Der Konzernumsatz wurde im Vorjahresvergleich um 11 Prozent auf 38,8 Mrd. Euro gesteigert. Bereinigt um Wechselkurseffekte stieg der Umsatz immer noch um 7 Prozent. Das Konzern-EBIT lag mit 4,01 Mrd. Euro 87 Prozent über dem Vorjahreswert, während der Nettogewinn sogar auf 2,80 Mrd. Euro verdoppelt werden konnte.
Der starke Auftakt in das Geschäftsjahr 2017 sorgte dafür, dass sich das Management in Bezug auf die Gesamtjahresprognose optimistischer zeigte. Ursprünglich sollte der Konzernabsatz im Jahr 2017 insgesamt „leicht“ gesteigert werden. Die Umsatzerlöse sollten ebenfalls „leicht“ zunehmen, genauso wie das Konzern-EBIT. Nun werden sowohl auf der Umsatzseite als auch beim Konzern-EBIT „deutliche“ Steigerungen in Aussicht gestellt. Allerdings fielen die Marktreaktionen auf die erhöhte Prognose nicht gerade überschwänglich aus.
Daimler profitierte zuletzt in besonderer Weise von den Verkaufserfolgen der Pkw-Marke Mercedes-Benz in China. Allerdings rechnen die Schwaben damit, dass die Dynamik auf dem inzwischen wichtigsten Automarkt abnehmen sollte. Auch auf dem US-Markt könnte der langjährige Boom zu Ende gehen. Dieser war in den vergangenen Jahren zu beobachten, nachdem infolge der Finanzkrise von 2008 ein enormer Aufholeffekt eingesetzt hatte. Darüber hinaus haben die Ereignisse rund um den VW-Abgas-Skandal und der auf breiter Front erwartete Siegeszug der Elektromobilität die Frage aufgeworfen, ob deutsche Automobilhersteller auch in Zukunft eine dominierende Stellung am Automarkt einnehmen oder ob sie Opfer der anstehenden Veränderungen sein werden.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL9J6K) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,84, die Knock-Out-Schwelle bei 52,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DM0A2D, aktueller Hebel 2,93; Knock-Out-Schwelle bei 86,05 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.
Stand: 04.05.2017
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