EUR/USD: Der Euro wird aktuell bei 1,0667 US-Dollar gehandelt und wertet in der Berichtswoche insgesamt um 0,4 % ab. Während sich der US-Arbeitsmarkt nahe der Vollbeschäftigung bewegt, sorgte ein Beschäftigungszuwachs 263.000 im März (ADP-Report) und damit deutlich über den Erwartungen (Konsens: 187.000) für leichten Auftrieb des Greenbacks. Die robusten PMI-Indizes in der Eurozone lieferten keine Handelsimpulse. Reaktionen auf das Sitzungs-Protokoll der Fed, das ein allmähliches Abschmelzen der Bilanzsumme im späteren Jahresverlauf thematisierte, fielen ebenfalls gering aus. Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi, man sehe keinen Anlass zu einer Neuausrichtung der Geldpolitik ließen den Euro nahe 1,063 USD fallen. Das heute (6.3.) zu veröffentlichende EZB-Sitzungsprotokoll dürfte weiteren Aufschluss geben. Impulse sollten vom zweitägigen Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Regierungschef Xi ausgehen (6.3. und 7.3.). Themen werden unter anderem Handelsfragen und die Nordkorea-Frage sein.
Das Pfund steht derzeit bei 0,8553 EUR/GBP und damit um 0,3 % stärker da als zum Ende der vergangenen Berichtswoche. Ursächlich für den Verkaufsdruck des Euro war die „dovishe“ Rede von EZB-Präsident Draghi, in der er angesichts der wieder fallenden Inflationsrate keine Anpassung der expansiven Geldpolitik für nötig erachtete. Das heute veröffentlichte Protokoll zur EZB-Sitzung im März dürfte vor diesem Hintergrund mit Spannung erwartet werden. Zusätzlich halfen der britischen Währung die für März stärker als erwartet ausfallenden britischen PMI-Indizes der Dienstleistungen (55 Punkte, Konsens: 53,5). Dem hingegen blieben die robusten europäischen PMI-Indizees weitestgehend unberücksichtigt. Entgegen der Erwartungen vieler Marktteilnehmer verhält sich das Pfund auch mit Beginn der Brexit-Verhandlungen robust, in dessen Rahmen Premier Theresa May früh zu erkennen gab, dass ein Handelsabkommen mit der EU wohl kaum in zwei Jahre zu schaffen sei.
Der Yen notiert bei 110,74 USD/JPY und fiel im Vergleich zur letzten Berichtswoche um 0,6 %. Auf der Seite der konjunkturellen Entwicklung sind in Japan die Arbeitslosenquote von 2,8 % YoY für den Februar und der Tankan-Bericht zum Verarbeitenden Gewerbe (12, Konsens: 14) im ersten Quartal zu nennen. Der Aufwertungsdruck für den Yen kam jedoch vor allem durch eine steigender Risikoaversion zustande, was zur Auflösung von Carry-Trade-Positionen geführt haben dürfte. So sorgten die Anschläge in St. Petersburg am vergangenen Dienstag (4.4) für Nervosität und auch das Treffen von Trump und Jinping (6./7.4.) ist mit Unsicherheit verbunden. Dem steht ein Aufwertungsdruck für den US-Dollar gegenüber, nachdem die Fed in ihrem jüngsten Sitzungsprotokoll bekannt gegeben hat, dass sie über einen allmählichen Abbau der Bilanzsumme im späteren Jahresverlauf nachdenkt. Der Yen dürfte in der nächsten Woche darüber hinaus durch die US-Arbeitsmarktdaten und die politischen Entscheidungen bzgl. Obamacare und Steuerreform bestimmt werden.
Der Schweizer Franken liegt bei 1,0712 EUR/CHF und verändert sich zur letzten Berichtswoche um 0,2 %. In der vorigen Woche hat die Notenbank auf Devisenmarktinterventionen verzichtet. Zumindest lassen sich aus den Sichteinlagen der Schweizerischen Nationalbank keine Aktionen erkennen.
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