EUR/USD: Der Euro ist im Vergleich zur vergangenen Berichtswoche um 0,3 % gefallen und notiert derzeit bei 1,076 USD. Zwischenzeitlich sorgten neben der im US-Repräsentantenhaus trotz Mehrheit der Republikaner zurückgezogenen Gesundheitsreform von US-Präsident Trump (24.03.) auch Äußerungen von EZB-Mitglied Jens Weidmann, ein Exit der expansiven Geldpolitik müsse diskutiert werden (27.03.), für den höchsten Stand des Euro seit November (1,089 USD). In der Folge halten robuste US-Konjunkturdaten wie der höchste Wert des US-Verbrauchervertrauens seit 2001 für eine rasche Erholung des Greenback. Auch jüngste Äußerungen einiger Fed-Mitglieder die weitere Leitzinsanhebungen befürworteten, stützten die Währung. Die EZB dagegen hält ihre auf der Sitzung am 9. März getätigten Auffasungen bzgl. einer Exit-Strategie für fehlinterpretiert, was den Euro zusätzlich drückte. US-Konjunkturdaten, PMI-Daten des Verarbeitenden Gewerbes in Europa sowie weitere Fed-Reden (siehe Datenkalender) dürften für Bewegung sorgen.
Der Yen notiert bei derzeit 111,10 USD/JPY und festigt nach einer ruhigen Woche seine Gewinne gegenüber dem US-Dollar. Während die Währung vor drei Wochen noch bei 115 USD/ JPY stand, dürfte die Aussicht auf einen nur vorsichtigen Zinsanhebungspfad der Fed dem Yen zur Aufwertung verholfen haben. Auch der in den USA gescheiterte Versuch der Regierung Trump die Gesundheitsreform zu verändern, stärkte den Yen relativ zum US-Dollar. In jedem Fall unterstreichen der vorläufige Nikkei PMI mit 52,6 und der Index für das Mittelstandsgewerbe mit 50,5 (Vorjahr: 47,7) die positive Entwicklung. Letzterer befindet sich seit drei Jahren erstmals über 50 Punkten. Der Tankan – ein Quartalsbericht mit Ausblick zur Konjunktur Japans – wird am Montag (03.04) zeigen, ob der Yen von der Konjunkturseite weiter Rückenwind erhält.
Das Pfund notiert aktuell bei 0,86 EUR/GBP, was einer Veränderung von 0,3 % zur Vorwoche entspricht. In Erwartung des formalen Austrittsgesuchs Großbritanniens in Brüssel am gestrigen Tag (29.03.) und dem gleichzeitig offiziellen Beginn der zweijährigen Brexit-Verhandlungen reagierte das Pfund mit nur leichten Verlusten. Die für März positiven PMI-Daten für die Eurozone (56,7 Punkte, Konsens: 55,8) ließen den Euro zum Ende der letzten Woche (24.03.) zunächst leicht anziehen. Anschließend erholte sich die britische Währung im Zuge der von Reuters zitierten Äußerungen eines EZB-Offiziellen, der die Reaktionen der Marktteilnehmer auf die hawkischen Äußerungen der letzten EZB-Sitzung für fehlinterpretiert halte. In den nächsten Tagen dürfte der Verlauf des Währungspaares verstärkt von Spekulationen im Rahmen der Brexit-Verhandlungen bestimmt werden.
Der Schweizer Franken notiert bei 1,072 EUR/CHF und wertete im Vergleich zur letzten Berichtswoche um 0,1% ab. Starke PMI-Daten der Eurozone für März (vorläufig: 56,7, Konsens: 55,8) konnten dem Euro keinen Auftrieb verleihen, da Brexit und EU-Uneinigkeiten den Währungsraum weiterhin belasten. Die Dynamik des Währungspaares ist momentan träge mit wenig Aufwärtspotential. Somit bleibt fraglich, inwieweit die SNB mit Interventionen den Franken für Investoren unattraktiver machen kann. Andererseits sollten die zukünftigen Zinserhöhungen in Europa und den USA den Franken entlasten. In der kommenden Woche werden die Inflationsraten für den März in der Schweiz (06.04.) veröffentlicht, wobei darauf zu achten ist, ob die Teuerungsrate langsam anzieht oder weiterhin nahe 0 % stagniert.
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