Die positive Inflations- und Konjunkturentwicklung in den USA und die sich anschließenden Diskussionen um einen Zinsschritt der Fed im März gaben in der vergangenen Berichtswoche der Wertentwicklung des Greenbacks Auftrieb. Zwar fielen die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter für den Januar mit -0,2% negativer aus als erwartet. Und auch lag der Anstieg des BIP Preisindexes für das 4. Quartal mit 2,0% unter den Erwartungen von 2,1%. Demgegenüber konnten aber die positiven Daten des ISM-Indizes des verarbeitenden Gewerbes in den USA (57,7 bei prognostizierten 56) den US Dollar noch einmal stärken. Die gute wirtschaftliche Entwicklung der USA lässt demnach immer weniger Zweifel an einer Leitzinserhöhung durch die Fed, was den Euro in der folgenden Berichtswoche zu weiteren Kursverlusten weiter schwächen könnte.
Das Währungspaar USD/JPY zeigte sich zu Beginn der Berichtswoche unbeeindruckt von den Zinserhöhungsphantasien in den USA und setzte zunächst seinen fallenden Trend von einem Level bei 113,5 fort. Dabei gab die japanische Wirtschaft jüngst ein uneinheitliches Bild ab. Konnte der Häusermarkt im Januar noch deutlich anziehen (Preiszuwachs 12,8 % YoY, Konsens 3,2 % YoY), gingen die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze zurück. Der Yen setzte seinen Erholungskurs zunächst fort, bis die Veröffentlichung der US-Inflationszahlen am Mittwoch (01.03.) eine Trendwende herbeiführte. Blieb die Kern-PCE zunächst hinter den Erwartungen zurück (1,7 % YoY), überraschte besonders die wachsende Einkommensentwicklung (0,4 % MoM, Bloomberg-Konsens 0,3 %). USD/JPY stieg von einem zwischenzeitlichen Tief von 111,75 auf 113,75 und konnte die Verluste der Berichtswoche fast egalisieren.
Das britische Pfund gab zum Euro in der vergangenen Woche weiter nach und notiert gegenwärtig bei 0,855. Dabei löste die Weigerung des House of Lords, den Entwurf von Premierministerin May für das Brexit-Gesetz zu bestätigen, die größte Kursbewegung aus. Die zweite Kammer möchte die Regierung verpflichten, die Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien zu garantieren, was im vorliegenden Entwurf nicht vorgesehen ist. Diese Niederlage könnte den Austrittsprozess Großbritanniens aus der EU zusätzlich verzögern. Zudem verzeichnete der PMI für das verarbeitende Gewerbe einen Rückgang (54,6 von 55,9). Lediglich der Häusermarkt sorgt für Optimismus. Sowohl der PMI für das Baugewerbe (52,5, Bloomberg-Konsens 52,2), als auch die nationalen Hauspreise (4,5 % YoY, Bloomberg-Konsens 4,1 %) konnten Zugewinne verzeichnen.
Der Wechselkurs EUR/CHF zeigte sich in der ablaufenden Berichtswoche von wirtschaftlichen Entwicklungen des Alpenstaates relativ unbeeindruckt und notiert bei 1,064, 0,2 % schwächer als in der Vorwoche. Dabei gab die Schweizer Wirtschaft zuletzt ein robustes Bild ab. Das BIP-Wachstum entwickelt sich auf solidem Niveau (0,6 % YoY) und auch der Rückgang der Einzelhandelsumsätze nach dem Weihnachtsgeschäft fiel weniger stark aus als prognostiziert (-1,4 %, Konsens -2,0 %). Unbeeindruckt zeigte sich EUR/CHF von europäischen Konjunkturindikatoren, da die Wechselkurspolitik der SNB eine stärkere Aufwertung des Franken verhindert. Dieser Aufwertungsdruck dürfte jedoch bis zu den Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich intakt bleiben.
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