Der neue US-Präsident ist vereidigt und zeigt seit dem Beginn seiner Amtszeit eine mediale Präsenz, wie wohl keiner seiner Vorgänger.
Fortlaufendes "Gezwitscher" und quasi täglich frisch unterzeichnete Dekrete geben viel Stoff zum Nachdenken. Gemessen an der vielfachen Empörung in der Öffentlichkeit und den potenziellen Risikoszenarien einer neuen US-Wirtschaftspolitik, etwa mit Blick auf die Einführung von Importzöllen und weiteren Handelsbeschränkungen, fällt die Bewertung der aktuellen Lage und der Perspektiven an den Märkten im Augenblick noch recht gelassen aus.
Erstaunlicherweise waren die Kursschwankungen an den Kapitalmärkten zwischenzeitlich trotz der Unsicherheit ungewöhnlich niedrig. Die Aktienmärkte in den USA verzeichneten zugleich Allzeithochs. Die Einkaufsmanagerindizes stiegen und signalisieren damit eine konjunkturelle Belebung. Ist diese unaufgeregte Entwicklung erklärbar?
Ja, wenn man davon ausgeht, dass keine einschneidenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen dauerhaft umgesetzt werden, die den Handel einbrechen lassen. Sofern die Initiativen der neuen US-Regierung unter Einwirkung des US-Kongresses in konstruktive Bahnen geleitet werden, passt das globale Bild einer moderaten makroökonomischen Perspektive nach wie vor.
Freilich muss man diesem Hauptszenario nicht mit der gleichen Zuversicht folgen wie noch vor einem Monat. Die ersten Amtshandlungen des US-Präsidenten mahnen zur Vorsicht, und zudem nahen die Wahltermine in der Eurozone, allen voran in den Niederlanden und in Frankreich. Die Risiken sind zuletzt ganz klar gestiegen. Nach wie vor gehen wir indes davon aus, dass sich bei den anstehenden Wahlen kein Ende des Euros anbahnen wird und dass die neue US-Politik die globale Konjunktur nicht aus der Bahn wirft. Aber es dürfte an den Märkten etwas ruckeliger werden, die Volatilität wird wieder steigen. Auch bei den Unternehmen sollten die Befragungs-ergebnisse in den monatlichen Umfragen etwas zurückhaltender ausfallen.
Vergessen wir an dieser Stelle nicht, dass die Rückkehr der Inflation ein beständiges Thema für die Finanzmärkte ist, das einer weiteren Versteilerung der Zinskurve in diesem Jahr den Weg ebnet. Die Fed wird behutsam die Zinsen nach oben schrauben und damit die Geldpolitik wieder normalisieren. Die Europäische Zentralbank fokussiert sich auf das Wertpapierkaufprogramm, der Leitzins bleibt bei Null. Und das, obwohl die Inflationsrate nennenswert gestiegen ist und in Deutschland sogar kurzzeitig Werte über 2 % erreichen wird. Damit sehen sich die Anleger hierzulande der Realzinsfalle 2.0 ausgesetzt. Wie schon in den Jahren
2011/12 entkommt man dieser aus unserer Sicht am besten durch eine wohldurchdachte und kontrollierte Übernahme von Risiken bei der Anlageentscheidung.
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