In der vergangenen Berichtswoche stieg EUR/USD um 0,1 % auf 1,064. Die US-Wirtschaft befindet sich in einer weitgehend guten Verfassung. Im Dezember konnten sowohl die Industrieproduktion (0,8 % MoM) als auch die Inflation (CPI: 2,1 % YoY) überzeugen. Der Dollar wurde jedoch durch die Aussage Trumps geschwächt, der Greenback sei überbewertet. Fed-Präsidentin Yellen stellte einen Leitzins von 3 % im Jahr 2019 in Aussicht, was dem Dollar wieder Auftrieb verlieh. In der Euro-Zone enttäuschten die Inflationswerte im Dezember mit 1,1 % YoY ebenfalls nicht. Erwartungsgemäß beließ die EZB den Leitzins bei ihrem heutigen Treffen auf dem Niveau von 0,0 %. Durch den Bank Lending Survey sieht die EZB die positive Wirkung ihrer expansiven Geldpolitik bestätigt. So erwarten Banken für das erste Quartal 2017 einen signifikanten Anstieg der Nachfrage nach Unternehmenskrediten. Weitere Kursbewegungen dürfte die Rede von Donald Trump im Rahmen seiner Vereidigung (18 Uhr MEZ) am morgigen Tag bringen.
An den Handelstagen nach der vielbeachteten Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Trump kam USD/JPY weiter unter Druck und notierte zwischenzeitlich unter 114,00. Anhaltende positive Konjunkturdaten aus Japan unterstützten diese Bewegung. So schloss der Eco-Watchers-Survey aus Japan erstmals seit Mitte 2015 über der kritischen Marke von 50 und bekräftigt so die Erholung der japanischen Wirtschaft. Im weiteren Verlauf der Woche reagierte das Währungspaar unbeeindruckt auf US-Wirtschaftsdaten. Weder die etwas enttäuschenden Einzelhandelsumsätze in den USA (nur 0,6 % MoM vs. erwarteten 0,7 %), noch die stabilen US-Erzeugerpreise konnten für Bewegung sorgen. Erneut war es die anziehende japanische Konjunktur (Industrieproduktion 4,6 %), die USD/JPY in Richtung 113,00 drückte.
Das Pfund Sterling notiert nach einer ereignisreichen Berichtswoche derzeit bei 0,865 EUR/GBP, was einer minimalen Aufwertung von 0,2 % entspricht. Bereits vergangenen Freitag sorgte die Ankündigung der Grundsatzrede von Premierministerin Theresa May für diesen Dienstag zu Details ihrer Austrittspläne für eine heftige Abwertung des Pfund auf zwischenzeitlich 0,88 EUR/GBP. May legte in ihrer Rede den Kurs für kommende EU-Austrittsverhandlungen fest: Die Prioritäten liegen auf einer stärkeren Begrenzung der Zuwanderung und der Beendigung der Mitgliedschaft des EU-Binnenmarktes. Eine Zusammenarbeit mit der EU nach dem Vorbild anderer Länder wie z.B. Norwegen schließt sie dabei aus. In diesem Zusammenhang droht die britische Regierung in Person von Finanzminister Hammond ungewöhnlich offen mit massiven Steuersenkungen für Unternehmen. Die Aussage May´s, den finalen Brexit-Plan beiden Houses of Parliament zur Abstimmung zu stellen, wurde am Devisenmarkt hingegen positiv aufgenommen und führte zur Aufwertung des Pfunds auf 0,86 EUR/GBP.
EUR/CHF sank in der vergangenen Woche um 0,2 % auf 1,072. Ebenso wie der Dollar und der Euro reagierte auch der Schweizer Franken auf die Aussagen der politischen und ökonomischen Führungskräfte in den USA. In seiner Eigenschaft als Fluchtwährung bewegte er sich jedoch in überschaubarem Maße. In Anbetracht des zuletzt starken Dollars dürften die Interventionen der Schweizerischen Nationalbank gegenüber dem Euro weiter zurückfahren und dem Franken zur europäischen Währung mehr Spielraum lassen. Weitere Bewegungen werden auch bei diesem Währungspaar die Aussagen Donald Trumps verursachen.
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