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23.12.16, 12:30

Devisen weekly: Devisen zu Beginn 2017 vor allem politisch beeinflusst

EUR/USD notierte am Ende der Woche beinahe unverändert bei 1,04, womit der Euro nur leicht um 0,4 % abwertete. Die US-Konjunkturindikatoren übertrafen dabei die Erwartungen: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen um weitere 4.000 auf 254.000, erwartet wurden 255.000. Der Verbraucherpreisindex erhöhte sich im November wie erwartet um 0,2 % MoM. Lediglich die Baubeginne lagen mit 1,09 Mio leicht unter dem erwarteten Niveau von 1,23 Mio. Auch in der Währungsgemeinschaft lag die Inflation im November bei den erwarteten 0,6 % YoY und zog damit gegenüber dem Vormonatswert leicht an. Der ifo-Index nähert sich mit 111 Punkten (Bloomberg-Konsens: 110.6) einem Allzeithoch. Bis zur Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar erwarten wir keine nennenswerten Veränderungen des Wechselkurspaares.

Derzeit notiert das Währungspaar EUR/GBP bei 0,84. Somit wertete der Euro gegenüber dem Pfund um 1,1 % auf. Die Bank of England korrigierte ihre Schätzungen für das britische Wirtschaftswachstum für 2017 deutlich von 0,8 % auf 1,4 %. Jedoch schätzt sie die konjunkturellen Risiken aufgrund der derzeitigen politisch instabilen Lage als weiterhin hoch ein. Diese Woche verkündete die schottische Premierministerin Sturgeon, dass Schottland weiterhin Teil des EU-Binnenmarktes sein möchte. Notfalls würde ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum angestrebt. Derzeit gibt es laut Umfragen zwar keine Mehrheit für eine Abspaltung von Großbritannien, sollte sich die wirtschaftliche Lage jedoch eintrüben und in Erwartung eines harten Brexit die Arbeitslosenquote ansteigen, könnte sich die Stimmung drehen. Der Verlauf von EUR/GBP wird in den kommenden Wochen weiterhin vor allem von politischen Themen beeinflusst.

In der vergangenen Woche stagnierte USD/JPY auf dem Niveau von 117. Die Aufwärtsbewegung des Dollar hat somit zunächst eine Pause eingelegt. Da US-Indikatoren erwartungsgemäß positiv ausfielen, hatte das größte Bewegungspotential für das Währungspaar die Bank of Japan inne. Diese blieb zu Beginn der Woche ihrem aktuellen Kurs treu und verkündete keine signifikanten Änderungen in der Geldpolitik. Japanische Kennzahlen entwickeln sich derweil tendenziell positiv. Der schwache Yen sorgte dafür, dass die saisonbereinigte Handelsbilanz im November von 474 Bio. Yen auf 536 Bio. Yen stieg, was zwar unter den Erwartungen liegt, aber dennoch ein positives Zeichen darstellt. Der Index für die Industrieaktivität ist im Oktober um 0,2 % gestiegen (Bloomberg-Konsens: 0,1 %). In 2017 dürften die europäischen Wahlen und die damit einhergehende politische Unsicherheit viele japanische Anleger dazu anhalten ihr Kapital wieder in die Heimat zu bringen, was den Yen wieder aufwerten lassen wird.

EUR/CHF steht aktuell bei 1,07. Der Franken wertete damit gegenüber dem Euro um 0,4 % auf. Die Handelsbilanz der Schweiz wuchs im November auf 3,64 Mrd. CHF. Die schweizer Exportwirtschaft scheint dem starken Franken zu trotzen. Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) reduziert dies den Druck auf dem Devisenmarkt zu intervenieren. Dazu passen Aussagen von SNB-Chef Thomas Jordan in Zukunft die „gesamte Währungssituation zu berücksichtigen.“ Tatsächlich sind die Sichteinlagen der SNB in den letzten vier Wochen kaum gestiegen, was für eine geringe Aktivität der SNB auf dem Devisenmarkt spricht. Sollte der Aufwertungsdruck in den kommenden Wochen wieder zunehmen, wird es sich zeigen, ob die SNB wieder aktiver wird oder bereit ist einen stärkeren Franken zu tolerieren.


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