Der EUR/USD ist in der vergangenen Woche weiter unter Druck geraten und sank zwischenzeitlich auf ein 20-Monatstief. Momentan steht das Währungspaar bei 1,056 und damit um 1,5% tiefer als zu Beginn der Berichtswoche. Die Erwartung eines so gut wie sicheren Zinsschritts im Dezember wurde sowohl durch eine Rede der Fed-Präsidentin Yellen am letzten Donnerstag, als auch durch das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung bekräftigt. Die amerikanischen Konjunkturindikatoren zeigen sich dabei nach wie vor robust: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen letzte Woche mit 233.000 auf ein 43-Jahrestief (diese Woche: 251.000) und das Konsumentenvertrauen der Universität Michigan für November zog um 2,2 Punkte auf 93,8 Punkte an. Angesichts dieser Entwicklungen halten wir an unserer Erwartung eines Erreichens der Parität bei EUR/USD im kommenden Jahr fest.
EUR/GBP beendete die Berichtswoche mit einem Wert von 0,85. Damit wertete das Pfund gegenüber dem Euro um 1,4% auf. Die Nachricht, dass die britische Regierung erwägt, die Körperschaftssteuer auf unter 15% zu senken, um den Standort für Unternehmen attraktiver zu machen, verlieh dem Pfund eine starke Aufwärtsdynamik. Großbritannien hätte dann die niedrigsten Unternehmenssteuersätze innerhalb der G20. Weiterhin erwägt die Regierung staatliche Unterstützung für die Forschung und eine Anhebung des Mindestlohns um 30 Pence auf 7,50 GBP. Schatzkanzler Philip Hammond musste unterdessen verkünden, dass Großbritannien bis zum Jahr 2021 aufgrund des Brexit-Votums 122 Mrd. GBP mehr Schulden aufnehmen wird als geplant. Neue Zahlen zum britischen BIP für das dritte Quartal, die am Freitag erscheinen, könnten dem Kurs des Wechselkurspaares neue Impulse verleihen.
USD/JPY stieg im Berichtszeitraum um 3,2% und steht aktuell bei 113. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand die Veröffentlichung des Protokolls zum FOMC-Meeting von Anfang November. Die Erwartung der Märkte, die Fed erhöhe die Leitzinsen im Dezember um 25 Basispunkte, erhielt durch die Veröffentlichung weiteren Rückhalt. So liegen die aus den Fed-Funds-Rates berechneten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung seit einigen Tagen auf dem Niveau von 100%. Indikatorseitig wurde der US-Dollar durch das Konsumentenvertrauen der Uni Michigan gestützt. Nach 87,2 Punkten im Oktober beziffert sich der Wert im November auf 93,8 Punkte. In Japan äußerte sich der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ) Haruhiko Kuroda bei einem halbjährlichen Statement wiederholt zuversichtlich, das Inflationsziel von 2% Ende 2018 zu erreichen. Er hob insbesondere hervor, dass es notwendig sei, die deflationäre Denkweise der Bevölkerung umzukehren, um die Inflation anzukurbeln.
Das Währungspaar EUR/CHF notiert aktuell bei 1,073. Der Euro steht gegenüber dem Franken somit um 0,1% fester als in der Vorwoche. Bemerkenswert waren in dieser Woche Äußerungen von Dewet Moser, Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Er ließ verlautbaren: „Zwar tragen wir im Rahmen der Erfüllung des Auftrags unseren Teil zum Markt bei, doch bleibt der Preisfindungsmechanismus letztlich den Kräften von Angebot und Nachfrage überlassen.“ Dies lässt darauf schließen, dass die SNB in Zukunft eine Aufwertung des Franken wohl zulassen wird und ihre Interventionen auf dem Devisenmarkt zurückfahren wird. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass der Franken in den nächsten Wochen weiter aufwerten wird.
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