EUR/USD konnte in der vergangenen Woche wieder Boden gut machen nachdem er zuletzt eher schwach auftrat. So stieg der Euro um 1,9% auf 1,112 US-Dollar. Die jüngsten Umfragen zu den US-Präsidentschaftswahlen, welche Clintons Vorsprung immer geringer erscheinen lassen, nahmen dem US-Dollar den Rückhalt. Des Weiteren fiel der ADP-Arbeitsmarktbericht mit 147.ooo neu geschaffenen Stellen schwächer als erwartet aus. Die Fed beschloss indes erwartungsgemäß, dass der US-Leitzins weiterhin im Bereich von 0,25 bis 0,5% liegt. Das Stimmverhältnis verschob sich sogar wieder mehr in Richtung der Tauben, da Bostons Notenbankchef Eric Rosengren diesmal gegen eine Zinserhöhung stimmte. Die aus den Fed-Fund-Futures abgeleitete Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung im Dezember ist dennoch gestiegen. Beim Euro gab es indikatorseitig wenig Überraschendes. So stieg das BIP der Eurozone im dritten Quartal erwartungsgemäß um 1,6% yoy.
EUR/GBP beendete die Woche mit einem Wert von 0,901 und steht damit um 0,9% fester als zur Vorwoche. Derzeit stehen die Märkte der britischen Konjunkturentwicklung skeptisch gegenüber. Ein leichter Rückgang des Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe von 55,4 im Vormonat auf 54,3 schlug sich daher direkt in einem schwächeren Pfund nieder. Der Wert lag zwar etwas unter den Erwartungen, jedoch befindet er sich weiterhin deutlich im Expansionsbereich. Die Entscheidung des High Court dem britischen Parlament Mitspracherechte beim Brexit-Antrag einzuräumen, verlieh dem Pfund Aufwind. Die insgesamt weiterhin solide Verfassung der britischen Wirtschaft liefert der Bank of England damit Argumente, den Leitzins auf ihrer heutigen Sitzung bei 0,25% zu belassen und von einer weiteren Absenkung abzusehen. Auch vor dem Hintergrund der durch die Pfundschwäche anziehenden Inflation wäre eine weitere Lockerung der Geldpolitik überraschend.
Die aktuelle Dollarschwäche spielte dem Yen ebenfalls zu, sodass USD/JPY um 1,9% auf 102,7 fiel. Wie die Fed, beschloss auch die Bank of Japan (BoJ), dass die Leitzinsen auf dem bisherigen Niveau verharren. Jedoch senkte die BoJ ihre Inflationserwartung für das kommende Jahr von 1,7% auf 1,5%. Es scheint, als wäre der Handlungs- und Erwartungsdruck auf die BoJ aufgrund ihrer zuletzt beschlossenen Maßnahmen zur Kontrolle der Zinsstrukturkurve zurückgegangen. So sorgte die aktuelle Entscheidung für keine nennenswerten Kursbewegungen. Die japanische Arbeitslosenquote ging im September wieder auf das Niveau von 3,0% zurück (Erwartung: 3,1%). Im selben Monat legte die Industrieproduktion um 0,9% im Jahresvergleich zu (Erwartung: 1,9%).
Das Währungspaar EUR/CHF beendete die Woche bei einem Wert von 1,078. Damit wertete der Franken gegenüber dem Euro um 0,4% auf. Zahlen zum Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe fielen mit 54,7 besser aus als erwartet und verliehen dem Franken Auftrieb. Überraschend ist die Inaktivität der Schweizerischen Nationalbank, die in der Vergangenheit mit Anleiheankäufen auf dem Devisenmarkt intervenierte, um eine weitere Aufwertung des Franken zu verhindern. Derzeit hält sie sich zurück, was aus den unveränderten Sichteinlagen der SNB geschlossen werden kann. Sollte die SNB weiterhin die Zügel schleifen lassen, ist mit einer weiteren Aufwertung des Schweizer Franken zu rechnen.
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