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28.10.16, 13:01

Devisen weekly: Devisenmärkte warten auf Zinsentscheidungen

EUR/USD notierte am Donnerstag bei 1,09 und setzt damit seinen Seitwärtstrend auf niedrigem Niveau fort. Die US-amerikanische Konjunktur zeigt sich weiter robust: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken wiederholt auf 258.000 während der Verkauf von US-Neubauten im September mit 593.000 seinen leicht positiven Trend fortsetzte. Der Konsumentenvertrauensindex der Universität Michigan im Oktober sank jedoch überraschend mit 98,6 auf das niedrigste Niveau des Jahres. In einem Interview sprach sich der Chef der San Francisco-Fed John Williams für eine Zinserhöhung im Dezember aus. In der Eurozone sprachen die veröffentlichten Konjunkturindikatoren für positive Stimmung. Die Einkaufsmanagerwerte für das Verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe stiegen auf 53,3 bzw. 53,5 Punkte. Ebenso überraschte der ifo-Index, welcher von 109,5 auf 110,5 statt wie erwartet auf 109,6 Punkte anzog. Lediglich das GfK-Konsumentenvertrauen fiel ein wenig von 10 auf 9,7 Punkte.

EUR/GBP beendete die Woche unverändert bei  0,89. Die Rede Draghis vergangenen Donnerstag, in der er Gerüchte zu einem tapering der Anleiheankäufe entschieden dementierte, ließ den Euro kurzfristig stark aufwerten. Der Kurs kehrte jedoch schnell wieder zu seinem vorigen Niveau zurück. Die britische Wirtschaft zeigt sich derweil weiterhin überraschend robust und wuchs nach ersten Schätzungen im dritten Quartal um 0,5%. Auch wenn die Konjunktur somit ein wenig an Dynamik verliert, sind dies gute Nachrichten für den britischen Wirtschaftsraum, da im Vorfeld mit einer merklichen Abkühlung gerechnet wurde. Einen nachhaltigen Impuls konnten diese Nachrichten dem Verlauf des Wechselkurspaares jedoch nicht geben. Im Hinblick auf die nächste Woche anstehende Zinsentscheidung der Bank of England wird dies den Druck auf das Entscheidungsgremium nehmen geldpolitisch aktiv zu werden. So wird erwartet, dass der Einlagenzinssatz weiterhin auf seinem Niveau von 0,25% belassen wird.

In der vergangenen Woche legte USD/JPY um 0,9% auf 104,66 Yen zu. Bis auf einen kleinen Aufschwung am Dienstag vollzog sich die Abwertung des Yen stetig. Japans Handelsbilanz konnte für den Monat September überzeugen. Der Überschuss lag saisonbereinigt bei 349 Milliarden Yen, prognostiziert waren 211 Milliarden Yen. Auf US-Seite brachte die Ansprache von Dennis Lockhart, Präsident der Fed in Atlanta, keine neuen Erkenntnisse in Bezug auf den Zeitpunkt des weiteren Leitzinsanstiegs der US-Notenbank. Für Bewegungen an den Devisenmärkten dürften die Zinsentscheide der Fed (2. November) und Bank of Japan (1. November) sorgen. Ferner werden der laufende Wahlkampf und die anschließende Wahl in den USA in den Fokus der Marktteilnehmer rücken.

EUR/CHF notierte in der vergangenen Woche in einer Spanne zwischen 1,08 und 1,086. Aktuell steht es bei 1,083. Dabei verhielt sich das Währungspaar verhältnismäßig volatil und notierte zwischenzeitlich auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang August. Aufgrund dieses anhaltenden Aufwertungsdruck des Schweizer Franken bekräftigte der SNB-Präsident Thomas Jordan diese Woche, dass sich die Schweizerische Nationalbank vorbehält weitere geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen. So könnten beispielsweise Zinsen erneut abgesenkt werden, um eine weitere Aufwertung des Franken zu verhindern.


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