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14.10.16, 11:41

Devisen weekly: Fed-Gremium über Zinsanhebung gespalten, Flash-Crash beim Pfund

EUR/USD musste in der vergangenen Woche Federn lassen. Das Währungspaar notiert aktuell bei 1,101 und damit 1,6% schwächer. Gedankenspiele über eine mögliche Leitzinsanhebung der Fed verliehen dem Dollar Auftrieb. Die amerikanischen Arbeitsmarktdaten zeigten, dass sich die Lage weiter entspannt, es meldeten sich wieder weniger Menschen arbeitslos und die Zahl der Neuanstellungen entwickelte sich ebenfalls positiv. Das nährte Spekulationen, dass sich das FOMC doch dazu entschließt, den Leitzins sofort zu erhöhen, da sich die wirtschaftliche Lage den Zielvorgaben der Zentralbank weiter nähert. Derzeit beobachtet die Fed sehr genau, ob sich die Arbeitsmarkt- und Inflationsindikatoren in Richtung ihrer Zielmarken bewegen und somit ein Zinsschritt argumentativ stärker untermauert werden kann. Das gestern veröffentlichte Sitzungsprotokoll des obersten Gremiums der Fed zeigte, dass die Entscheidung auch knapp ausfiel und drei der zehn stimmberechtigten Gremiumsmitglieder für eine sofortige Leitzinserhöhung stimmten. Die überraschend guten Zahlen, die das ZEW diese Woche veröffentlichte, konnten sodann auch den Euro nicht nachhaltig stützen. Der ZEW-Index zur aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland lag mit 59,5 Punkten deutlich über den Erwartungen und dem Vormonatswert, auch die Erwartungen zur zukünftigen konjunkturellen Entwicklung hellten sich deutlich auf.

EUR/GBP konnte in der letzten Woche kräftig zulegen. Die europäische Einheitswährung konnte um 2,8 % auf aktuell 0,905 EUR/GBP zulegen. Die Äußerungen der britischen Premierministerin Theresa May, die auf einen hard Brexit hindeuten, lasten weiterhin schwer auf der britischen Währung und versetzen die Märkte in Nervosität. So ereignete sich letzten Freitag Morgen ein sogenannter „Flash-Crash“, wahrscheinlich ausgelöst durch automatische Verkaufsorders von Computern. Das Pfund fiel innerhalb weniger Minuten um fast 5% gegenüber dem Euro, konnte sich jedoch wenig später wieder etwas erholen. Enttäuschende britische Konjunkturdaten lasteten ebenfalls auf dem Sterling. Die Industrieproduktion ging im August um 0,4% MoM zurück, erwartet wurde dagegen ein Wachstum von 0,1%. Über das Jahr gesehen stand ein Wachstum von 0,7% zu Buche (Konsenschätzung: +1,3%).

USD/JPY notiert zur Vorwoche nahezu unverändert bei 103,87. Zwar versicherte der Chef der Bank of Japan Haruhiko Kuroda, dass er gewillt sei, die Stellschrauben der Geldpolitik weiter zu lockern, falls dies im Hinblick auf die japanische Wirtschaft von Nöten sei, jedoch lösten diese Äußerungen keine nachhaltigen Kursbewegungen aus. Kuroda ergänzte, dass es derzeit nicht nötig wäre, weitere Stimuli zu setzen, da sich die Wirtschaft moderat erhole. Ebenso gab es datenseitig keine Nachrichten, die dem Kurs weitere Impulse hätten geben können.

EUR/CHF zeigte wiederholt wenig Bewegung und notierte zuletzt bei 1,089. Sowohl die Sichteinlagen als auch die Devisenreserven der Schweizer Nationalbank stiegen in geringem Maße an, was dafür spricht, dass die SNB zuletzt weniger auf dem Devisenmarkt intervenierte. Das deutet daraufhin, dass der Auftrieb des Schweizer Franken derzeit geringer ist als noch vor ein paar Wochen.


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