Nahezu unverändert schloss der EUR/USD die Berichtswoche bei 1,115 EUR/USD ab. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht am letzten Freitag enttäuschte nicht. Mit einem Stellenzuwachs von 255.000 im nichtlandwirtschaftlichen Sektor über-traf der US-Arbeitsmarkt alle Erwartungen. Die Zahlen des Vormonats wurden leicht nach oben korrigiert (+ 5000 auf 292.000). Aufgrund des Zustroms bisher nicht registrierter Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt, stieg die Arbeitslosenquote dennoch von 4,8% auf 4,9% an. Für die Fed ist die Situation am US-Arbeitsmarkt einer der wichtigsten Bestimmungsfaktoren für ihre kommenden Zinsentscheidungen. Der Euro sackte in Folge der Veröffentlichung um 1% ab. Dennoch erholte sich die Gemeinschaftswährung im Rahmen des freundlichen Börsenumfelds in den folgenden Tagen wieder.
Nächsten Dienstag werden in den USA die Daten zur Verbraucherpreisentwicklung im Juli veröffentlicht. Bisher war die verhaltene Teuerungsrate (Juni: 1,0% YoY) ein wesentlicher Grund, die geldpolitischen Zügel nicht schneller anzuziehen.
EUR/GBP: Das Pfund wertete die vergangene Woche im Vergleich zum Euro mit 2,5% deutlich ab und näherte sich mit 0,858 erneut dem 7-Jahres-Tief. Obwohl die Zinssenkung der Bank of England (BoE) zu einem großen Teil schon vorher eingepreist war, wurden die Märkte von der zusätzlichen Neuauflage des Ankaufprogramms von Staats-und Unternehmensanleihen überrascht. Zudem lassen Äußerungen von Mitgliedern des Geldpolitischen Komitees (MPC) weitere expansive Maßnahmen im Laufe des Jahres vermuten. Die ergriffenen Maßnahmen lassen darauf schließen, dass die BoE gewillt ist eine erhöhte Inflation zu ignorieren, um der britischen Wirtschaft über den Brexit hinweg zu helfen. Sollten die anstehenden Konjunkturdaten für Juli tatsächlich so schlecht ausfallen wie erwartet, dürfte das Pfund noch weiter abwerten.
USD/JPY steht derzeit bei 101,3. Damit hat der Yen gegenüber der Vorwoche um 0,2% aufgewertet. Anfang der Woche war der Dollar durch einen guten US-Arbeitsmarktbericht mit überraschend hohen Stellenzuwächsen gegenüber dem Yen erstarkt, zeigte sich in den letzten Tagen aber geschwächt. In Japan wurden die Märkte von Enttäuschung beherrscht, viele Investoren hätten bei den Verkündungen vor zwei Wochen Interventionen und konjunkturstützende Maßnahmen von Seiten der BoJ und der Regierung in größerem Ausmaß erwartet. Mit einem zusätzlichen Ankauf von Staatsanliehen erhoffte man sich durch einen schwächeren Yen Rückenwind für das Exportgeschäft. Stattdessen hat der Yen seit Jahresbeginn um 16% aufgewertet und die Inflation liegt bei -0,4%. Der Wechselkurs dürfte sich kommende Woche auf dem derzeitigen Niveau halten.
Der EUR/CHF konnte seine Aufwärtsbewegung fortsetzen und beendete die aktuelle Berichtswoche mit einem Plus von 0,4 % bei 1,088 EUR/CHF. Das freundliche Klima an den Börsen setzte dem Schweizer Franken als Fluchtwährung zu. Laut aktuellem Datenreport stiegen im Juli die Devisenreserven der Schweizer Nationalbank um 6,4 Mrd. CHF auf ein neues Rekordhoch von 615 Mrd. CHF. Die Eingriffe fielen damit eher gering aus. Dennoch zeigt dies, dass die Notenbank bereit steht, um weitere Aufwertungen des Frankens zu verhindern. Die Verbraucherpreise sanken in der Schweiz auch im Juli weiter. Mit -0,2% (YoY) hat sich der Preisverfall aber zumindest nicht beschleunigt.
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