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05.08.16, 15:00

Aktien weekly: Bankaktien müssen nach Stresstest-Ergebnis Federn lassen

Zum ersten Mal seit dem Brexit-Votum vor 5 Wochen konnten die Aktienmärkte eine Berichtswoche nicht mit einem Zuwachs abschließen. Verantwortlich für den Rückgang dürften die enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA, die schwachen Quartalszahlen einiger Unternehmen gewesen sein sowie das durchwachsene Endergebnis des europäischen Bankenstresstests. Gleichzeitig ist der VIX (Volatilitätsindex) auf dem Niveau der Vorwoche geblieben, bzw. per Saldo sogar leicht zurückgegangen. Die negativ aufgenommenen Neuigkeiten waren zwar ein leichter Dämpfer, die Nervosität hielt sich aber in Grenzen. In den USA ist der Rückgang des S&P 500 mit -0,1% sogar besonders milde ausgefallen. Etwas stärker traf es den DAX (knapp -1,3%) und noch stärker den Eurostoxx 50 mit -2,8%.

In der Grafik unten sind die stärksten Gewinner und Verlierer der Berichtswoche abgebildet. Siemens und die Deutsche Post konnten aufgrund starker Quartalszahlen zulegen. Siemens überraschte die Anleger mit Gewinnzahlen, die die Erwartungen um etwa 15% übertrafen. Die Deutsche Post konnte sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Gewinnen leicht stärkere Zahlen präsentieren als erwartet, was dem Kurs Auftrieb gab. Auch der geplante Verkauf der Fernbus-Sparte an den Konkurrenten Flixbus wurde positiv bewertet. Schlecht lief es dagegen für die Banken im DAX: Beim Stresstest-Ergebnis schnitten sowohl die Commerzbank als auch die Deutsche Bank nicht mit einem besonders überzeugenden Ergebnis ab. Unter den europäischen Großbanken zählen diese beiden deutschen Vertreter zu den 10 Banken mit der geringsten Kapitaldecke im Falle eines Stress-Events. Obwohl die Ergebnisse jeweils etwas besser sind als jene des Stresstests von 2014, straften die Anleger beide Banken ab. So verlor die Commerzbank im Vergleich zur Vorwoche nochmal 6% und die Deutsche Bank etwas über 2%.

Schwächer als erwartet waren auch die Gewinnergebnisse von Infineon und Fresenius, was die Kurse nach unten zog. Insgesamt wurden nun 23 von 30 Quartalsergebnissen im DAX veröffentlicht, im S&P 500 sind es 400 von 500. Bei beiden Indizes waren sowohl die Umsätze als auch die Gewinne bisher etwas stärker als erwartet. Das Gleiche gilt für den Eurostoxx 50, wo 42 Ergebnisse vorliegen. Von fundamentaler Seite bekamen die Indizes durch die Berichtssaison also eher Rückenwind. Die Entscheidung der Bank of England, ihre Geldpolitik wieder zu lockern, gab den Aktienmärkten nach Ende der Berichtsperiode einen positiven Impuls.

Die letzte Woche dürfte daher eher ein durch die negative Interpretation der Stresstest- Ergebnisse getriebener Ausrutscher gewesen sein, sodass der in den letzten Wochen vorherrschende Optimismus auch in Zukunft wiederkehren könnte.

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