Der Handel des EUR/USD verlief in dieser Woche bis zur Sitzung der Fed wenig volatil. Veröffentlichte Einkaufmanagerindizes dies und jenseits des Atlantiks deuten gleichermaßen auf gemäßigtes Wachstum hin. Positiv überraschen konnten die US-Hausverkäufe im Juni, welche mit 592.000 verkauften Einheiten den höchsten Stand seit 2007 erzielten und sich nach langer Erholungsphase nun wieder auf Vorkrisenniveau befinden. Wie erwartet beließ die amerikanische Notenbank bei ihrer letzten Sitzung am 28. Juni den Leitzins in einer Spanne von 0,25% bis 0,5%. In ihrem parallel veröffentlichten Statement sprach die Fed von „sinkenden ökonomischen Risiken“ und „starkem Jobwachstum“. Ob dies in einem Zinsschritt noch in diesem Jahr mündet, hängt nun vor allem von den Entwicklungen der derzeit noch schwachen Inflationsrate (CPI: 1,0%/ Kernrate: 1,6%) und der Nachhaltigkeit der Erholung am Arbeitsmarkt ab. Der Markt allerdings hatte wohl noch deutlichere Signale erwartet und bescherte dem Euro eine Aufwertung um 0,7% auf 1,110 EUR/USD.
EUR/GBP steht derzeit bei 0,84, was einer leichten Aufwertung des Euro von 1% zur Vorwoche entspricht. Größte Einflussfaktoren der Aufwertung waren dabei die am Freitag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes, die ersten nach dem Brexit-Referendum. Die Juli PMI-Werte des Markit-Instituts zeigen dabei für die Eurozone nur einen leichten Rückschlag an. Der PMI über alle Sektoren sank um 0,2 Punkte auf 52,9. In Großbritannien dagegen gab es einen kräftigen Rückgang. Das Verarbeitende Gewerbe brach um 3 Punkte auf 49,1 ein und der PMI über alle Sektoren fiel sogar auf ein 7-Jahres-Tief. Damit befindet sich Großbritannien nun im Kontraktionsbereich. An diesen schlechten Aussichten konnten auch die guten BIP-Daten des zweiten Quartals nichts ändern. Nach ersten Schätzungen konnte Großbritannien in Q2 noch 0,6% Q/Q wachsen, nach 0,4% im ersten Quartal. In der kommenden Woche dürfte das Pfund in Antizipation der anstehenden Zinsentscheidung der Bank of England (4.8.) unter Druck geraten.
USD/JPY steht derzeit bei 104,6. Damit hat der Yen gegenüber der Vorwoche um 2,4% abgewertet. Nach der gestrigen Sitzung der Fed und der Kundgabe den Zins auf dem derzeitigen Niveau von o,25 – o,5% zu belassen, erlebte der Yen eine leichte Aufwertung. Die Industrie-Exporte sind in Japan im Juni weniger stark zurückgegangen als erwartet. Um 7,4% sind sie seit letztem Jahr gesunken, Experten rechneten mit einem Rückgang von 11,6%. Der japanische Notenbankchef Haruhiko Kuroda verkündete, dass es bei Bedarf zu mehr Anleihekäufen kommen wird um die Wirtschaft zu stabilisieren und dem Inflationsziel von 2% näher zu kommen. Das von Premierminister Abe angekündigte Konjunkturpaket soll inzwischen 240 Mrd. EUR umfassen. Heute und morgen (28./29.7.) tagt die BoJ. Bis nächste Woche sollte der Yen abwerten, bis Klarheit über die zusätzlichen QE-Käufe herrscht.
EUR/CHF ist seit der Vorwoche um 0,4% auf ein Niveau von 1,09 gestiegen. Der Schweizer Franken hat damit leicht an Wert verloren. Da der Franken dennoch stark überbewertet ist, hat SNB-Präsident am Wochenende angegeben, dass noch Spielraum für eine Anpassung der Geldpolitik vorhanden sei. Es wäre eine Senkung des Einlagenzinssatzes oder eine Erhöhung der Fremdwährungsreserven möglich. Nächste Woche dürfte der Franken einer Aufwertung ausgesetzt sein.
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