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22.07.16, 11:00

Aktien weekly: Es ist Ruhe eingekehrt

Dem in den letzten Wochen eingeschlagenen Positivtrend konnten die Aktienmärkte auch in dieser Woche weiter folgen. Nach den turbulenten Wochen seit dem Brexit-Votum legen derzeit die börsennotierten Unternehmen ihre Zahlen für das zweite Quartale vor. Die bisherigen Ergebnisse (S&P 500: 89 Ergebnisse vorliegend, DAX 30: 2) sind im Allgemeinen besser als erwartet: In den USA haben 78% der Firmen die Gewinneinschätzungen geschlagen, 61% die Prognosen bzgl. der Umsätze. Bei Finanzdienstleistern sind es sogar 78 bzw. 83%. Aktuell ist der Fokus auf die Berichtsveröffentlichungen auch deshalb besonders hoch, weil um das in den letzten Wochen vorherrschende Thema – das Verhältnis Großbritanniens zu Europa seit dem Brexit-Votum – Ruhe eingekehrt ist. Der Volatilitäts-Index (VIX) gab in dieser Woche erneut nach und liegt aktuell mit einem Wert von 12,07 auf dem niedrigsten Niveau seit September letzten Jahres. Sowohl der Eurostoxx 50 als auch der S&P 500 legten im Vergleich zur Vorwoche um 0,34% zu.

Der DAX legte in dieser Woche um 0,8% zu und steht derzeit bei 10117 Punkten. Haupttreiber war dabei die Aktie von SAP, die in dieser Woche um 7,3% zulegen konnte. Der Umsatz des Software-Konzerns lag im zweiten Quartal mit 5,24 Mrd. Euro etwa einen halben Prozentpunkt höher als erwartet. Wie die Grafik unten zeigt, war damit in dieser Woche der IT-Sektor mit einem Kurszuwachs von über 7% mit Abstand der stärkste der neun vertretenen Sektoren. Da sich Daimlers Ankündigung einer positiven Absatz- und Gewinnentwicklung mit der Veröffentlichung der Zahlen am Donnerstag bestätigte, legte auch der Autobauer nochmal zu. Auch die Adidas-Aktie stieg mit über 5% stark stark an, sodass Daimler und Adidas den Konsumgüter-Sektor, der 20% des DAX ausmacht, deutlich anschoben. Negativ wirkten hingegen die starken Rückgänge der Lufthansa, die ihr Jahresgewinnziel deutlich nach unten korrigierte (-11,5% im Vergleich zur Vorwoche).

In der nächsten Woche veröffentlichen die DAX-Schwergewichte Bayer und BASF ihre Quartalszahlen. Gemeinsam machen die beiden Unternehmen etwa 17% des DAX aus, sodass die Entwicklung in der kommenden Woche stark von diesen beiden Ergebnissen abhängig sein wird. Darauf, wie gut oder schlecht der DAX den Brexit übersteht, dürften die Ergebnisse der Deutschen Bank und der Deutschen Börse AG (beide am kommenden Mittwoch) einen wichtigen Hinweis liefern. Aufgrund des starken Engagements der Deutschen Bank in London und der geplanten Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange sind beide Firmen vergleichsweise stark vom Brexit-Votum betroffen. Insofern dürfte die kommende Woche zum Härtetest werden.


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