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15.07.16, 10:32

Devisen weekly: Mays Amtsantritt reduziert Unsicherheit

Der EUR/USD notiert im Vergleich zur Vorwoche mit 1,11 nahezu unverändert, trotz überraschend positiver Daten vom US-Arbeitsmarkt. Das Währungspaar wurde in einer Spanne zwischen 1,101 – 1,113 EUR/USD gehandelt. Der US-Beschäftigungszuwachs im Juni von 287.000 im nichtlandwirtschaftlichen Sektor übertraf die Erwartungen (Bloomberg: 181.000) deutlich – beinhaltet allerdings Nachholeffekte aus dem Vormonat Mai (Stellenzuwachs revidiert: 11.000). Die durchschnittlichen Stundenlöhne lagen 2,6% über dem Vorjahresmonat und realisierten damit die stärkste Zuwachsrate seit September 2009. Die positiven Arbeitsmarktdaten erhöhte die an den Fed Funds Futures abgeleiteten Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt der Fed im laufenden Jahr von 10% auf 33%. An den europäischen Finanzmärkten nahmen die durch das Referendum ausgelösten Spannungen deutlich ab, was den Euro vor weiteren Abwertungen gestützt haben sollte.

Derzeit notiert EUR/GBP bei 0,840, was einer Erholung des Pfunds von 1,8% entspricht. Ursächlich für die Pfund-Abwertung war der Rückgang von Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen Politik Großbritanniens. Der überraschend frühzeitige Amtsantritt von Theresa May als Nachfolgerin von Ministerpräsident David Cameron verheißt nicht nur eine verkürzte Unsicherheitsphase, sondern zeigt auch, dass die Regierungspartei nun wieder geeinter agiert. Auch Mays Bemühungen um den inneren Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs heben die Stimmung. Allerdings betonte May, dass es definitiv zu einem Brexit kommen werde. Austrittsverhandlungen werden zudem frühestens zum Jahreswechsel beginnen. Mit der als sachlich und verlässlich geltenden May im Amt wachsen die Hoffnungen auf effiziente Verhandlungen mit der EU. Dass Großbritannien schwere Zeiten bevorstehen, zeigten erste Post-Referendum Erhebungen, die einen starken Einbruch des Konsumentenvertrauens feststellten (GfK-Umfrage von -1 auf -9).

USD/JPY notiert aktuell bei 105,57. Dies entspricht einer Abwertung des Yen um 4,8% gegenüber der Vorwoche. Nach dem klaren Wahlsieg der liberaldemokratischen Partei von Ministerpräsident Shinzo Abe am Sonntag gab der Yen nach, da nun eine weitere Lockerung der Geldpolitik erwartet wird. Abe kündigte als Antwort auf die enttäuschende Nachfrage im Unternehmenssektor – die Maschinenaufträge lagen im Mai um 11,7% unter denen des Vorjahrs – ein etwa 100 Mrd. USD umfassendes Konjunkturpaket an. Nach dem Treffen mit Ex-Fed-Chef Bernanke am Montag steht das Thema Helikoptergeld weiterhin im Raum. Die erfreulichen US-Konjunkturdaten, wie etwa der starke Arbeitsmarktbericht für Juni, stärkten zudem den Dollar. Die bessere Stimmung in den USA dürfte den Yen kommende Woche weiter schwächen.

EUR/CHF liegt derzeit bei 1,0919. Die von der SNB ergriffenen Maßnahmen zur Schwächung des Franken zeigen weiterhin Wirkung. Durch den gestrigen Regierungswechsel in Großbritannien mit Theresa May als neuer Premierministerin ist die Unsicherheit zurückgegangen, was sich auch auf den Franken ausgewirkt hat. Er ist als Hafen für risikoaverse Anleger somit weniger nachgefragt. Im Verlauf der nächsten Woche erwarten wir eine Seitwärtsbewegung.


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