Viele Ökonomen und Nicht-Ökonomen rieben sich am 24. Juni morgens wohl erst einmal verwundert die Augen. Hatte sich das Vereinigte Königreich wirklich mehrheitlich gegen den Verbleib in der Europäischen Union entschieden? Ja, es war wahr! Und sofort gingen am Freitag nach dem Referendum vor allem das britische Pfund und die Aktienmärkte auf Talfahrt.
In der Zwischenzeit haben sich die Finanzmärkte wieder etwas beruhigt.
Allerorten sind die Konjunktur-, Aktien- und Zinsprognosen zurückgenommen worden, auch bei uns. Diese neue Makrowelt nach dem Brexit-Votum sieht ernst aus für UK. Weniger dramatisch ist sie für die EU, für die sich - auch dank der Europäischen Zentralbank - der rein ökonomische Schaden in Grenzen hält.
Für den Moment lautet die gute Nachricht, dass die Konjunktur nicht umkippt. Allerdings lastet die Brexit-Entscheidung auf den wirtschaftlichen Perspektiven, mithin auf den Investitionsentscheidungen von Unternehmen, und damit dem Wachstumspotenzial in ganz Europa. Vor diesem Hintergrund bleibt es ein herausforderndes Umfeld für die Geldanlage in bewegten Märkten.
Diese kritische Bewertung rührt entscheidend vom Anstieg der politischen Unsicherheit her. Wann, mit welchem zeitlichen Verlauf und mit welchem neuen Status für die Briten endet der Austritts-Prozess? Wie wirkt sich dies auf die politische Landschaft in den anderen europäischen Ländern aus? Wir rechnen mit einer Austrittswahrscheinlichkeit von 75 % sowie mit weiteren Belastungen der Märkte durch die Politik.
Offenkundig hat sich der Krisenfokus in diesem Jahr endgültig von den Finanzthemen hin zur Europapolitik verschoben. Es scheint, als drohe Europa und dem Euro der politische Unterbau zu erodieren. Der europäische Wahlkalender ist für dieses und das kommende Jahr dicht gefüllt, und zudem steht im Oktober ein wichtiges Verfassungsreferendum in Italien an. In der aktuellen politischen Gemengelage wird es jedes Mal darum gehen, ob sich das politische Establishment behauptet oder ob die neuen "alternativen" Kräfte das Ruder übernehmen und ihre europa- und/oder reformkritischen Ansätze verfolgen können.
Wenn demgegenüber etwas Bestand hat, dann ist es die Welt ohne Zinsen.
Allein die amerikanische Notenbank wird im Lauf der nächsten Quartale einzelne Zinsschritte nach oben gehen. Eine erste Zinserhöhung beim Hauptrefinanzierungssatz trauen wir der Europäischen Zentralbank nunmehr erst 2020 zu. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der schrittweise Aufbau der Aktienquote in diesem Umfeld politisch bedingter Schwankungen sinnvoll ist. Denn es gilt nach wie vor, dass Aktien mittel- bis langfristig solide Renditeaussichten bieten.
Zwischenzeitliche Kursrücksetzer stellen langfristig gesehen Chancen dar.
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