Alle europäischen Länder schließen sich zu einer Organisation zusammen, um gemeinsame Ziele zu erreichen und sich nach gleichen Regeln im friedlichen Wettbewerb untereinander auszutauschen. Was ist das? - Nein, hier geht es nicht um die Europäische Union, hier geht es um die Fußball-Europameisterschaft 2016.
Wohl nirgendwo funktioniert Europa so gut wie im Fußball: Der einheitliche (Fußball-)Binnenmarkt ist perfekt, der freie Austausch von (Ablöse- und TV-Rechte-)Kapital, (Transfer- wie Fan-)Personal sowie fußballerischen (Champions League-)Dienstleistungen läuft reibungslos.
Wovon Europa-Föderalisten nur träumen können, das ist im europäischen Fußball längst Realität: Überall gelten die gleichen Regeln, überwacht durch die UEFA.
Wie schön wäre es doch, wenn wir zumindest vom 10. Juni bis zum 10. Juli entspannt nach Frankreich schauen könnten. Aber schon nach der Gruppenphase wird unser Augenmerk auf das nicht so einfach wie im Fußball funktionierende Europa gelenkt: Am 23. Juni 2016 findet das britische EU-Referendum statt, und drei Tage später stehen Neuwahlen in Spanien an. Die Unsicherheit über den jeweiligen Ausgang ist beträchtlich. Selbst wenn in beiden Fällen die Abstimmungen glimpflich ausgehen, was wir erwarten, fehlt es an Perspektiven für ein weiter zusammenwachsendes Europa und am Elan zu Strukturreformen in den einzelnen Ländern. Aus konjunktureller Sicht läuft es in Europa zwar ordentlich, aber Fantasie für mehr, für einen kraftvollen Aufschwung kommt nicht auf.
Von dieser Fantasielosigkeit können sich Unternehmen und Kapitalmärkte nicht frei machen. Ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum von gut drei Prozent reicht nicht für große Sprünge. Der amerikanischen Notenbank ermöglicht dieses globale Umfeld offenbar noch nicht einmal, konsequent in kleinen Schritten die Zinstreppe nach oben zu gehen. Von der EZB können wir so etwas ohnehin frühestens in zwei Jahren erwarten.
Eher steht in den nächsten Monaten noch die Debatte an, ob das Wertpapierankaufprogramm über das Frühjahr 2017 hinaus verlängert werden wird. Die Zinsen bleiben also sehr niedrig. Sich in diesem Umfeld bei der Geldanlage gegen die EZB zu positionieren, ist vorsichtig formuliert "mutig".
So stehen uns in den kommenden Monaten erhebliche Schwankungen an den Wertpapiermärkten bevor. Zarte - ausschüttungsgetriebene - positive Trends lassen die Aktie als präferierte Anlageklasse im Scheinwerferlicht bleiben. Ganz hell erstrahlen die zu erwartenden Renditen angesichts der hohen Unsicherheit und der mangelnden Fantasie allerdings auch hier nicht. So fällt es leicht, die aktuell charmanteste Prognose unsererseits zu küren: Jogis Jungs werden den Titel des Fußball-Europameisters erringen, und unser Mannschaftskapitän wird am 10. Juli als Erster den polierten und damit sehr hell strahlenden Pokal in den Pariser Nachthimmel stemmen.
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