Im Berichtszeitraum zeigte sich das Währungspaar USD/JPY volatil und liegt aktuell nahezu unverändert bei 107. Zu Beginn der Berichtsperiode wertete der Yen zunächst ab. Mit den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten wurden die Karten jedoch wieder neu gemischt, da sich die Erwartung einer US-Leitzinserhöhung nach hinten verschoben hat und der US-Dollar gegenüber den meisten Währungen an Boden verlor. Fed-Chefin Janet Yellen betonte zwar den Wunsch die Zinsen anzuheben, doch eine Zinserhöhung im Juni (Fed-Sitzung am 15.06.) scheint vom Tisch zu sein und erst im dritten Quartal 2016 realisierbar.
Die Bank of Japan hingegen hält zunächst an ihrem Kurs fest, obwohl sich die Wirtschaft weiterhin in einer derart schwachen Verfassung befindet, dass der Premierminister Shinzo Abe die geplante Mehrwertsteuerhöhung von 8 auf 10% auf 2019 verschoben hat. Er begründete dies mit sinkender Nachfrage aus China und anderen Emerging Markets. Notenbankchef Haruhiko Kuroda möchte jedoch die Auswirkungen der bisherigen monetären Maßnahmen auf die Realwirtschaft beobachten und notfalls eingreifen, wenn das Inflationsziel von 2% verfehlt wird. Dass dies geschieht, erscheint absehbar, nachdem im April die Inflation gegenüber dem Vorjahr um 0,3% sank. Auch die Wachstumszahlen verheißen wenig Gutes: So sank der Einkaufsmangerindex im Verarbeitenden Gewerbe im Mai auf 47,7 und setzte somit den Abwärtstrend fort. Die Industrieproduktion sank im April auf Jahressicht um 3,5%, wobei die Produktion durch die starken Erdbeben im April negativ beeinflusst wurde. Während die Arbeitslosenquote im April mit 3,2% nahezu unverändert blieb, ging der Konsum im April um 0,8% yoy zurück. Vor diesem Hintergrund dürfte sich der BIP-Zuwachs um 1,7% yoy im ersten Quartal 2016 als nicht nachhaltig erweisen.
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