Rentenmärkte zuletzt im Seitwärtstrend. Finanzmärkte blicken mit Spannung auf das nahende OPEC-Treffen. EZB-Sitzung in kommender Woche dürfte keine Entscheidungen bringen.
An den Rentenmärkten dies- und jenseits des Atlantiks hat sich in den vergangenen Tagen wenig getan. Während die zehnjährigen US-Treasuries und Bundesanleihen geringfügig höher rentieren (1 bp), gab es am kurzen Laufzeitende etwas niedrigere Renditen. Ohne spürbare Auswirkungen blieben die negativen Äußerungen des Internationalen Währungsfonds (siehe Seite 1) zur Weltwirtschaft und den Kapitalmärkten. Genauso wenig Einfluss hatten die Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und der Eurozone. Auf den ersten Blick waren sie nicht überzeugend, unter dem Strich gibt es aber keinen Grund an der Beschleunigung des wirtschaftlichen Aufschwungs zu zweifeln. In der Eurozone fiel die Industrieproduktion im Februar erwartungsgemäß etwas zurück (-0,8% mom). Angesichts des sehr starken Jahresauftaktes und der verbesserten Stimmung der Unternehmen dürfte der Trend jedoch weiter aufwärts gerichtet sein. Dafür sprachen auch die deutschen Außenhandelsdaten. Die Exporte (+1,3% mom ) und die Importe (+0,4%) legten überraschend kräftig zu. In den USA gab es im März einen unerwarteten Rückgang der Einzelhandelsumsätze von 0,3% mom. Dennoch attestiert der Konjunkturbericht der Fed-Bezirke (Beige Book) der US-Wirtschaft einen robusten Aufschwung. Am Freitag (15. April) sollten die Industrieproduktion und das Verbrauchervertrauen dieses Bild nicht trüben.
Der Blick der Finanzmärkte richtet sich jetzt auf das Treffen der OPEC-Staaten in Doha am 17. April. Dort soll darüber beraten werden, die Rohölproduktion auf den Niveaus vom Januar einzufrieren. Ob das gelingt, ist fraglich, da die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran in den letzten Monaten zugenommen haben. Der Ölmarkt hat jedenfalls mit einer kräftigen Erholung seit Anfang des Monats eine gewisse Zurückhaltung bei der Förderung vorweggenommen. Aus diesem Grund könnte ein Scheitern der Verhandlungen, den Ölpreis wieder unter Druck setzen. Entsprechend dürften dann die Renditen weiter nachgeben. Auch die Aktienmärkte könnten unter Mitleidenschaft gezogen werden.
In der nächsten Woche steht der EZB-Zinsentscheid im Mittelpunkt des Interesses. Zwar wird kein Beschluss neuer geldpolitscher Maßnahmen erwartet. Allerdings kann mit konkreteren Informationen zu den Bedingungen des Ankaufs von Unternehmensanleihen und der Ausgabe von Langfristtendern an Banken gerechnet werden. Bei den Tendern ist ein Anreizmechanismus für die Vergabe von Krediten angekündigt worden. Es geht dabei um den Schwellenwert, bei dessen Überschreiten der Tenderzins bis auf den momentan negativen Einlagenzins sinken soll. Beachtenswert sind außerdem die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone. Sie sollten darauf hinweisen, dass der Kurs sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor nach oben zeigt.
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