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14.03.16, 15:30

Volkswirtschaft Prognosen März / April 2016


Inflation - wer da suchet, der findet.

 

Die Finanzmärkte haben sich seit Mitte Februar von dem unerquicklichen Jahresstart wieder ein Stückweit erholt. Die Hauptursache für die ersehnte Beruhigung dürfte die Bodenbildung bei den Rohstoffpreisen gewesen sein. So hat sich beispielsweise der Rohölpreis seither berappelt, weil ein paar wichtige Förderländer durchblicken ließen, dass sie dem Angebotsüberhang begegnen wollen. So weit, so gut. Ansonsten hat es in den letzten Wochen erwartungsgemäß gemischte Konjunkturdaten gegeben. Damit ist der Blick auf die Weltkonjunktur nicht nennenswert klarer geworden.

 

So stehen wieder einmal die Notenbanken im Vordergrund. Sie treffen ihre geldpolitischen Entscheidungen derzeit in Abhängigkeit von der aktuellen Datenlage. Und hier lohnt ein Blick auf die Inflationsentwicklung. Ja, es gibt sie wieder, die Inflation, auch wenn man sie noch mit der Lupe suchen muss. In den USA robbt sich die Kerninflationsrate seit einem Jahr nach oben, und die Lohnindikatoren weisen mittlerweile verlässlich darauf hin, dass die Vollbeschäftigung mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 % allmählich aufkommenden Lohndruck mit sich bringt. Die amerikanische Notenbank Fed wird zwar wohl erst im Juni zum zweiten Zinserhöhungsschritt ansetzen, aber das makroökonomische Umfeld legt es ihr durchaus nahe, in den nächsten Quartalen die Zinstreppe weiter nach oben zu gehen. Langsam wird damit zumindest jenseits des Atlantiks der Weg in die Normalität der Geldpolitik beschritten.

 

Damit gehen die Fed und EZB weiter in unterschiedliche Richtungen: Die jüngsten Inflationsdaten in der Eurozone waren ernüchternd. Vor diesem Hintergrund ist das auf der März-Sitzung beschlossene neuerliche expansive Maßnahmenbündel der EZB zu sehen: Zinssenkungen, Ausweitung des Wertpapierkaufprogramms und neue Langfristtender. Um hierzulande Inflation zu finden, braucht es sowohl eine gute Lupe als auch ein Fernglas. Nur sehr allmählich wächst Europa aus der wirtschaftlichen Malaise heraus. Bis auf weiteres muss man von einer anhaltenden Zielverfehlung der EZB hinsichtlich der Inflationsrate ausgehen. Erst in etwa zwei Jahren wird die Lage am Arbeitsmarkt sich soweit verbessert haben, dass jegliche Deflationssorgen vom Tisch sind und auch die EZB sich dem Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik zuwenden kann.

Eine erstmalige Anhebung des Hauptrefinanzierungssatzes erwarten wir im Jahr 2019.

 

Für die Anleger hierzulande bleibt es bei der herausfordernden Welt ohne Zinsen. Derzeit liegen viele schlechte Karten auf dem Tisch (schwache Dynamik der Weltwirtschaft, Sorgen um Finanzmarktstabilität, Flüchtlingsstrom in Europa, Wahltermine, britisches EU-Referendum, etc.). Dennoch erachten wir die Übernahme von Risiken als die erfolgversprechendste Anlagestrategie. So stehen europäische Aktien und Hochzinsanleihen unter Renditegesichtspunkten oben. Die Schwankungsintensität dürfte indes über das gesamte Jahr 2016 nennenswert hoch bleiben.

 

 

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